Mercedes 710A
BlogErfahrungen mit Expeditionsmobilausbauern

Expeditionsmobile und ihre Mängel

Bitte vertraulich behandeln

„Bitte behandelt meine Infos vertraulich“, so beginnen fast alle E-Mails, die ich in den letzten Tagen nach meinem (inzwischen gelöschten) Beitrag „Schwarze Schafe unter den Ausbauern von Expeditionsmobilien“ bekommen habe. „Wir könnten Bände über die Mängel an unserem Fahrzeug schreiben, … aber wir sind quasi mit Naturalrabatt (gratis Solaranlage) bestochen worden, damit wir über die Mängel der Firma … nicht reden. Seit drei Jahren bekommen sie die Mängel (Undichtigkeiten von Dachluken, Türen und Klappen) nicht in den Griff.“

Die Gründe für die Vertraulichkeit sind einleuchtend, man möchte das angespannte Verhältnis zum Ausbauer nicht zusätzlich durch Öffentlichkeit belasten, um der kulanten Abwicklung keine Steine in den Weg zu räumen oder um überhaupt noch einen Termin für Reparaturen oder Servicearbeiten zu bekommen.
Und einige tragen sich aufgrund der vielen Mängel mit dem Gedanken, das Mobil zu verkaufen und da wäre es nicht förderlich, wenn alle Mängel des Fahrzeuges in der Szene bekannt wären.

Nur wenige haben den Mut oder können es sich leisten, Namen zu nennen. So wie Penny und Armin beispielsweise, die auf ihrer Webseite https://swillis.ch/ das erlebte Desaster mit ihrem Actionmobil berichten: Mehr Schein als sein: https://swillis.ch/?p=1849

Das es die Firma Actionmobil trifft ist Zufall, Brüche am Zwischenrahmen oder Brüche der Befestigung des Hilfsrahmens  betrifft fast alle Hersteller. Actionmobil, Bliss, Alu-Star, Füss, Bimobil, Langer&Bock, Woelcke, Eine Welt Reisen, Bischoff+Scheck,  und ich könnte noch mindestens 10 weiter Firmen aufzählen. 

Nimmt man weitere Mängel z.B. Undichtigkeiten, hinzu, wäre jeder Hersteller genannt und der Informationsgehalt für den Pistenkuh-Leser gleich null. Also brauchen wir uns (erstmal) nicht auf Namen festlegen.

Wann hat ein Mobil einen Mangel?

Es gibt Mängel, die sind offensichtlich, z.B. eine undichte Dachluke zu der Wasser bei einem heftigen Gewitter eindringt und ins Bett tropft. Solche Mängel können beim Bau aus Unachtsamkeit oder Zeitdruck entstehen und sind beim Anblick der Komplexität eines Expeditionsmobils entschuldbar.
In der Regel werden diese Mängel während der Garantiezeit bemerkt und von den Herstellern beseitigt. Typische Mängel nach Auslieferung sind: nicht korrekt entlüftete Heizungssysteme (Wasserheizung), abgeknickte Schläuche, nicht festgezogene Schlauchschellen und dadurch Wasserschaden im Mobil, nicht angeschlossene Leuchten, Steckdosen, Schalter etc.

Mängel einer anderen Kategorie sind gebohrte Löcher in den Fahrzeugrahmen entgegen der Aufbaurichtlinien des Fahrzeugherstellers, falsche Klebstoffe, verzinkte Bauteile (der Optik wegen) die nicht verzinkt hätten werden dürfen etc. Und auch hier könnte ich mal aus dem Stehgreif fünf Firmen nennen. Es sind keine Einzelfälle.

Doch ein Großteil der Mängel zeigt sich erst, wenn das Mobil länger und extremer genutzt wird. Das Glück der Hersteller ist hier, dass viele der Mobile diesem Härtetest nicht unterzogen werden, sondern wie gewöhnliche Wohnmobile überwiegend auf Asphaltstraßen von Campingplatz zu Campingplatz bewegt werden.

Die ersten Ausfälle zeigen einige Mobile schon bei einer Rundfahrt in einem Offroad-Park.
Guck mal hier ab 1:03:08: https://www.youtube.com/watch?v=3s4mogkIz6Y

Eigentlich sollte man meinen, dass jedes Neufahrzeug, welches unbeladen ein paar Kilometer in einem leichten Gelände bewegt wird, dieses mühelos meistert. Doch einige Hersteller patzen schon hier. Mal im Schritttempo diagonal über einen Graben und schon stoßen die Räder in den Radkästen an, Klappen der Außenstaukisten öffnen sich und in Extremfällen stoßen Außenstauklappen die am Koffer angeschraubt sind,  am Fahrzeugrahmen an. Der Koffer drückt Dellen in den Tank, weil der „Fachbetrieb“ die Verschränkung völlig falsch eingeschätzt hat, so als wäre es das erste Mobil das er baut. Wie sieht es dann erst aus, wenn das Fahrzeug reisefertig beladen ein paar tausend Kilometer auf Pisten unterwegs ist?
Das Ganze kann man sich zum Beispiel in Ulan Bator ansehen, wo viele Eigner auf der Suche nach Werkstätten sind. Federbruch, Hilfsrahmenbruch, Risse in der A- und B-Säule wegen zu hoher Dachlasten auf den Gepäckträger und Verformungen der Fahrerhauslagerung gehören dort zum Reparaturalltag. Dass die Aufbautüre nicht staubdicht ist, ist dann noch das kleinste Problem.

Marmor, Stein und Eisen bricht.
– Und die Liebe zum Ausbauer auch.

Und nun beginnt der Streit. Ist der Rahmen gebrochen weil er falsch konstruiert und berechnet war, oder weil der Kunde ohne Verstand mit viel zu hoher Geschwindigkeit über Pisten und Gräben geheizt ist?
Aus der Ferne kann man es nicht beurteilen, jedoch kann man sich die Frage stellen, warum übersteht der Rahmen des MAN die Piste unbeschadet und warum brechen die Konstruktionen, die der Ausbauer gefertigt hat? Dann fragt man sich, welche Sachkenntnis liegt zugrunde, einen Meisterbrief oder gar ein Maschinenbau- oder Fahrzeugbaustudium braucht man zum Expeditionsmobilbau nicht.

Typischerweise entstehen die Firmen so: Jemand reist gerne und baut sich sein eigenes Mobil. Ist er handwerklich geschickt und verfügt das Fahrzeug über ein paar hübsche Designelemente, wird es auf einem Globetrottertreffen oder einer Messe Beachtung finden und mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich dort auch der erste Kunde auftun. Und so sind plötzlich Bäcker, Elektriker, Dachdecker, Schreiner, Designer, Lehrer – zunächst nebenbei – Fahrzeugbauer.

Und beim Kunden muss man die Frage an den Verstand ebenso stellen.
Da werden auf einen Dachgepäckträger neben dem Reserverad (vom Ausbauer so vorgesehen) noch ein Dieselgenerator und ein Außenbordmotor verstaut, weil man diese so schön mit dem Kran aufs Dach heben kann. „Ich weiß, dass ich etwas viel Gewicht auf dem Dachgepäckträger habe, aber das da gleich die Frontscheibe rausfällt, dass hätte der Ausbauer doch stabiler bauen müssen.“

Per E-Mail und bei Facebook gab es ein paar gute Gedanken, dafür an dieser Stelle ein großes Danke an die Verfasser. Hier ein paar Auszüge, ich habe die Namen mal weggelassen, kann diese aber auch einfügen wenn gewünscht:

„Im Grunde müsste man immer beide Seiten hören, denn es gibt auch schwierige Kunden. Aber dann bleibt es womöglich auch nur beim Schlagabtausch.
Ich glaube eine wirkliche Lösung gibt es hier nicht. Und egal welche Seite bei solch einem Streit an die Öffentlichkeit geht, ist da im Hinterkopf immer nur das Warnen der anderen oder auch der heimliche Wunsch dem “Gegenüber” eines auszuwischen?“

„Woher der Brass kommt und inwieweit der Kunde ihn selbst verursacht hat, steht auf einem ganz anderen Blatt. Du schaffst damit eine weitere Plattform, auf der sich die Leute in epischer Breite über die bösen Ausbauer auslassen können, ohne dass man diesen die Möglichkeit gibt, sich dazu zu äußern. Das werden die Ausbauer aber nicht tun, denn als Unternehmer kannst du mit Rechtfertigungsarien und gegenseitigen Schuldzuweisungen nur verlieren.“

„Ich persönlich habe einige Idioten gesehen, die zwar Geld haben und alles kaufen was es gibt… aber von der Praxis keine Ahnung haben und dann ihre Autos schnell schrotten…das ist ganz leicht zu bewerkstelligen und oft schwer nachzuweisen… was da draußen in der Wüste so alles passiert.“

Jedenfalls haben mich diese Einschätzungen erst einmal dazu bewogen keine konkreten Namen zu nennen.
Auf der anderen Seite gibt es zu diesem Thema „Probleme mit Ausbauern“ ein enorm großes Interesse und viele Meinungen entsprechen in etwa diesem Zitat: „Wer schlechte Arbeit abliefert oder seine Kunden verarscht,  sollte bei diesen oft sehr hohen Preisen auch irgendwo ein öffentliches „Feedback“ vertragen können.“

Und nun meine Frage an euch:
Wie soll ich bei diesem Thema weiter machen?
Optionen wären:
– Ich lasse das Thema im Sand auslaufen und konzentriere mich auf Reiseberichte und Reise-Infos.
– WIR versuchen hier Erfahrungen, gute und schlechte, mit Ausbauern zu bündeln.

Bei Punkt zwei schreibe ich WIR, denn ich bin auf eure Mithilfe in Form von Erfahrungsberichten und Bildern angewiesen.
Und ich brauche mal Ideen, wie man es darstellen kann, so dass es für beide Seiten fair ist und einen Wert für die Pistenkuh-Leser bietet.
Ich freue mich auf deine Meinung, wie man dieses Thema darstellen könnte, einfach einen Kommentar anfügen oder per Mail an: info@pistenkuh.de

Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

This article has 18 comments

  1. Jürgen Laske

    Servus Burkhard,

    Nach meiner Meinung sind an einer Reklamation oftmals Kunde UND Ausbauer schuld.
    Der Ausbauer weil er – vielleicht trotz besseren Wissens – den gut bezahlten Kundenwunsch versucht zu erfüllen. Und der Kunde, der beim Bestellen des Traummobils meint, alles PERFEKT zu bekommen und sich mit Technik und Details nicht auseinander setzen müsste. Er hat ja teuer gekauft und erwartet eben Vollkasko bei allen Problemen.

    Einfaches Beispiel: als wir 2010 nach Island übergesetzt sind, hatte ein Eigner eines richtig schicken und nagelneuen Unimogs (deutlich 6-stelliges Preisschild) nicht die Geduld, das Aufpumpen der Druckluftanlage abzuwarten, würgte den Motor 3 mal ab, fand dann später den Rückwärtsgang nicht und war ob dieses ‘Mangels’ so erbost, dass er den Ausbauer verklagen wollte. Naja….

    Ein anderer Fall: ein MAN mit tollem Vollausbau hatte in Marokko einen Kabelbrand. Später kam dann raus, dass der Eigner in einer anderen ‘Fachwerkstatt’ ein paar Spiel-Features in der Elektrik hatte nachrüsten lassen. Aber die Reklamation ging dann erst mal an den Ausbauer.

    Natürlich gibt es auch Ausbauer, welche schlichtweg keine vernünftige Aufbaulagerung hinbekommen (Stichwort neutrale Faser), die Aufbaurichtlinien der Fzg-Herstellers ignorieren oder meinen fehlendes Konstruktionswissen mit Materialdreingaben kompensieren zu können. Hier wäre es mE durchaus angebracht Ross und Reiter zu nennen. Aber da ist man – egal ob website- oder Forenbetreiber – sofort in einem rechtlichen Minenfeld und die Betreiber sind gut beraten, solche konkreten Infos umgehend zu löschen und nicht in die Öffentlichkeit gelangen zu lassen.

    Deswegen werden solche Infos idR in den einschlägigen Foren via PN oder email weiter gegeben. Und sind natürlich Gesprächsstoff für die vielen Lagerfeuerspezialisten auf den ganzen Offroad-Treffen.

    Den potentiellen Kunden kann man nur raten, sich vorab mit ihren Ausbau- und Aufbauplänen in den diversen Foren zu melden, die Infos kommen dann meist per PN oder Email. Oder eben auf die diversen Treffen zu fahren und sich nicht an den schicken Ausbauer-Ständen blenden zu lassen, sondern mal mit den alten Hasen auf dem Campground oder am Lagerfeuer zu quatschen.
    Machen wir übrigens in der Unimog-Szene genauso 😉

    Viele Grüße
    Jürgen

  2. Lutz

    Hallo Burkhard, danke dass du dieses Thema aufgreifst. Mit großem Interesse habe ich die initial verlinkten Berichte gelesen. Das man über ein Produkt öffentlich urteilt ist ja Teil der gesamten Verkaufskultur geworden. Ich lese mir, bevor ich irgendetwas kaufe, auch Testberichte und Bewertungen durch. In dem Offroad Sektor scheint das aber schwierig zu sein. Ich gebe Jürgen recht sich dann die Infos von den alten Hasen zu holen.
    Was aber gar nicht geht ist wissentlich ein Fahrzeug mit Mängeln an einen gutgläubigen Käufer weiter zu verkaufen. Zitat: “Und einige tragen sich aufgrund der vielen Mängel mit dem Gedanken, das Mobil zu verkaufen und da wäre es nicht förderlich, wenn alle Mängel des Fahrzeuges in der Szene bekannt wären” Zitatende. Meines Erachtens wäre das Betrug, falls die Mängel bei einem Verkauf nicht Thema wären. Keiner will doch unwissentlich ein fehlerhaftes Produkt kaufen (egal in welchem Sektor).

    Gute Reise, bleibt gesund, tolle Webseite!

    Lutz

  3. Markus Walter

    Hallo Burkhard,

    Dein Ansinnen in Ehren, aber ich vermute, das wird eine Never-Ending-Story… 😉
    Ich weiß und kann bestätigen, dass es mehr als genügend Probleme mit Fahrzeugen der Aufbauhersteller gibt. Ich habe da einiges miterlebt und gesehen, wo man sich echt fragen muss, was da gebaut wird. Und der “Hype” der letzten Jahre – es ist ja Wahnsinn, wieviele Leute sich heute so ein Mobil bauen lassen – incl. der neu hinzugekommen “Fachfirmen”, wird das Thema sicherlich noch verschärfen. “Zum Glück” fahren die meisten mit ihren Kisten – wie Du sehr treffend schreibst – nur auf der Straße von Campingplatz zu Campingplatz oder zum nächsten Treffen. Sonst gäbe es sicher noch viel mehr Ausfälle.

    Ich habe alleine im letzten Jahr zwei bemerkenswerte Fälle quasi “live” erlebt. In einem Fall ging es um einen gleich bei der ersten Reise (nach Marokko) mehrfach gebrochenen Hilfsrahmen (wobei das Fahrzeug nicht nennenswert beansprucht wurde). Über diesen Fall wurde auch im Allradler berichtet (wohl deswegen, weil ein paar Ausgaben vorher der Aufbau des Holzkoffers des Fahrzeuges prominent vorgestellt wurde). In diesem Fall waren etliche Mängel des 4-Punkt-Hilfsrahmens deutlich ersichtlich: Lagerpunkte in unterschiedlicher Höhe – weitab der neutralen Faser, falsch geschweißt, zu dünnes Material, … Bei den Befestigungen der Staukisten wurde die Verschränkung nicht berücksichtigt. Quasi das volle Programm. Ich konnte dem Eigner ein paar Argumentationshilfen liefern und letztlich hat er sein Geld zurückbekommen. Aber die “Verhandlungen” liefen schon ein paar Monate. Letztendlich sind das Werkverträge und die Führung des Nachweises ist schwierig.

    Die Beurteilung von auftretenden Schäden, respektive der Nachweis der Ursache, ist leider nicht immer einfach. Und ich sehe ein rechtliches Problem auf Dich zukommen, wenn Du auf Deiner Webseite “Ross und Reiter” nennst. Das wird zwar eher auf Unterlassungserklärungen und Gegendarstellungen hinauslaufen, als auf eine Strafe. Aber ob Du Dir das Zumuten willst? Wobei ihr mit eurer Webseite schon eine passende Plattform wäret und das Thema wirklich ein Großes ist…
    Gruß Markus

    • Thomas Würsten

      Ciao Markus,
      Weisst Du noch welche Ausgaben des Allradlers das waren ?
      Freundliche Grüsse
      Thomas

      • Markus Walter

        Hallo Thomas,

        ich kann leider nicht nachschauen, da ich zur Zeit im Norden Skandinaviens unterwegs bin und die Zeitschriften zu Hause liegen. Der ursprüngliche Artikel über das Fahrzeug “Zirkuswagen” (ist auch auf der Titelseite in klein abgebildet), müsste Ende 2017 oder Anfang 2017 gewesen sein. Der Bericht über die Mängel am Rahmen jetzt im Sommer 2018.

        Gruß Markus

  4. Petrec

    Hallo Burkard,

    wenn man sich nicht in die Reihe der Fake Reality Seiten reihen will,…bleib bei Reiseberichten und DEINEN Erfahrungen!

    Sonnige Grüße
    Petrec

  5. Günther

    Hallo lieber Burkhard,
    mir persönlich sind Deine / Eure erfahrungen und berichte Eurer reisen wichtiger – schuld oder nichtschuld sind erstens nicht zu klären und meist so vielschichtig, dass ohne die ausführungen beider seiten keine klarheit zu gewinnen sein wird.

    Bleibt bei dem, was Euch auszeichnet und von anderen plauderern unterscheidet, humor, selbstironie, phantastische bilder und treffen mit menschen anderer kulturen

    herzliche grüße Günther

  6. Breena

    Ein Expeditionsmobil kommt für mich in der nächsten Zeit nicht in Frage – leider. Dennoch würde ich mich über einen ausführlichen, aufdeckenden Bericht freuen. Gerade wenn man so viel Geld ausgibt, ist eine ausgiebige Recherche wichtig. Natürlich sollte keinen an den Pranger gestellt werden, sondern es sollte mit Feingefühl erfolgen. Eben aus den oben genannten Gründen. Wie genau das aussehen sollte, weiß ich nicht. Ich finde aber Aufklärung wichtig.

    Vielen Dank für eure Mühen!

    Liebe Grüße
    Breena

  7. Michael

    Lieber Burkhard,

    vielen Dank, dass Du diesem heiklen Thema eine Plattform gibst. Jeder ernsthafte Overlander dürfte Interesse an validen und belastbaren Erfahrungsberichten haben. Und sei es nur, um eigene Schwachstellen am Fahrzeug zu identifizieren und Fehler zu vermeiden.

    Für die Showtruck-Campingplatz-Kundschaft mit den großen Afrika-Aufklebern dürften solche Informationen zweitrangig sein, da ihre Vehikel ja schon aufgrund ihrer Besitzer unzweifelhaft „fandasdisch“ sind. Und wie Du schon richtig ausgeführt hast, werden diese Geräte ja eh nur auf Asphalt bewegt.

    Interessieren würde mich die Reaktion der (gerne von Ausbauern unterstützten) Youtube-4×4-Poser. Könnten diese Kritik an ihren Freiern einfach ignorieren und weiterhin auf jedem Treffen unreflektiert Lobeshymnen trällern?

    Bin mal gespannt…

    Michael

  8. Markus

    Hallo ,
    ich lese seit langem gerne eure Berichte und Erfahrungen.
    Leider besitzen wir nur ein normales Wohnmobil, aber vielleicht wird das ja nochmal was … egal. Zum Thema möchte ich sagen, dass es schwierig wird das vernünftig aufzubereiten, ohne einseitig oder verurteilend zu wirken. Ich bin auch Unternehmer und denke, dass keiner viel Freude daran hat, im Internet so erwähnt zu werden. Allerdings muss ich auch vernünftige Arbeit abliefern für das Geld der Kunden . M.E. Könnte man das nur machen wenn man zu jedem Kundenbericht , vor Veröffnetlichung , dem Herstelelr die Gelegenheit gibt, dazu aus seiner Sicht Stellung zu nehmen und beides dann veröffentlicht. Es darf dazu dann keine Kommentare oder unendliche Diskussion zugelassen werden. So kann sich jeder Leser mit den Informationen sein eigene Meinung bilden .

    LG Markus

  9. Klaus Decker

    Hallo Burkhard!
    Bei diesem Vorhaben, solltest du dich jedenfalls rechtlich absichern. Schon deshalb würde ich von firmenbezogener Kritik Abstand nehmen, da dadurch für dich rechtlich nicht abschätzbare Folgen entstehen könnten.
    Übrig bleibt da nur die Aufzählung von allgemeinen Situationen, auf die man beim Kauf achten sollte und die Vorstellung von Postitivbeispielen. Ein gutes Beispiel dafür ist dein Statement zum MB Sprinter Allrad auf die Frage, ob dieses Fahrzeug als Expiditionsmobil geeignet wäre. Da kritisierst du das Fahrzeug grundsätzlich nicht, beschreibst seine Stärken, beschreibst aber auch, warum es als Expiditionsmobil ungeeignet ist. Zufällig traf ich gestern in Marokko auf so ein Fahrzeug. Der Besitzer bestätigte punktgenau deine Schilderung. Er bestätigte genau den positiven Charakter, stellte aber auch fest, dass dieses Fahrzeug in der Wüste aus den verschiedensten Gründen überfordert sei.
    Eine Aufzählung dieser Gründe ist keine Kritik, da in diesem Fall keine Firma behaupten wird, dieses Fahrzeug sei etwas für Globetrotter in Afrika.
    Kritisch wird dies bei ausgewiesenen Expiditionsmobilen. Da muss Kritik beweisbar und vor Gericht haltbar sei. Da stellt sich schon die Frage, für wehn und für was riskiert du da eine Klage, bei der nur du übrig bleiben könntest. Auf eine Lesermeinung aus dem Netz wirst du dich da nicht stützen können, zumal viele Menschen heute so und morgen so denken.
    Ich würde mich z.B. über positive Beispiele aus dem Bereich der 3,5 t Fahrzeuge und aus dem Bereich der Offroad Wohntrailer freuen. Gerade über Trailer sind sehr wenige glaubhafte Berichte zu finden. Die Berichte in den sogenannten “Fachzeitschriften” sind oft sehr unterhaltsam und aus!!!

    Klaus und Michaela
    Freundschaft aller Völker

  10. Stefan

    Hallo Burkhard,
    Eine Sammlung von Erfahrungsberichten verschiedener Expeditionsmobile, Anhänger … fände ich sehr interessant, solange diese sachlich sind.
    Die Bewertung ist sehr schwierig , wenn auch noch die Firmen Kommentare abgeben sollen, wird es m.E. unübersichtlich und unendlich.
    Es wird immer Beurteilungen geben, die für manche nicht nachvollziehbar sind,
    wiederum andere teilen diese. Das sieht man auch in den meisten Foren…

    Viele Erfahrungsberichte kann man natürlich auch in den verschiedenen Foren lesen, hält nur nicht gebündelt.

    Der Hauptaugenmerk von dir, Burkhard, sollte auf eure Reiseberichte, Erfahrungen / Infos weiterhin sein.

    Gruß Stefan

  11. Franz

    Hallo Burkhard,
    das Thema ist auf alle Fälle diskusionswürdig und sollte nicht aus “rechtlichen” Gründen abgewürgt werden. Ich selbst bin Leidtragender und hätte mir gewünscht ich hätte Informationen vor dem Kauf erhalten die auf eventuelle Schwachstellen des Verkäufers in bestimmten Bereichen hinweisen.

    Ich könnte mir das so vorstellen: Die Erfahrungen werden über eine Überschrift und den Hersteller z.B. “Hilfsrahmen” und “Hersteller XYZ” gesammelt. Sobald 3 negative Meldungen zum gleichen Thema eintreffen sollte dem Hersteller, vor Veröffentlichung, Gelgenheit gegeben werden Stellung zu beziehen. Sollte keine Stellungnahme erfolgen werden diese 3 Meldungen (da kein Einzelfall) veröffentlicht , gibt der Hersteller eine Stellungnahme ab wird diese dazu geschrieben. Das ganze nur mit Vornamen veröffentlichen: Der Franz reklamiert …, der Peter hatte Probleme…, der Uwe meldete… somit müssen die “Melder” nicht mit Nachteilen bei einem eventuellem Verkauf rechnen. Nur der Herstellername müsste voll genannt sein mit dem Zusatz: wir haben den Hersteller xyz angeschrieben (da 3 Negativmeldungen im Bereich xxx vorliegen): er nimmt dazu wie folgt Stellung…. oder: hat sich auf unser Anschreiben nicht gemeldet.

    Erreichen könnte man damit sicherlich einiges: zum Beispiel dass der Hersteller das Problem ernst nimmt und schreibt… wir haben das Problem erkannt und die Konstrution des Hilfsrahmens seit September 201… geändert. Oder: der Kunde verschweigt bei seiner negativen Meldung, dass…..

    Einziger Nachteil: wer verwaltet das Ganze? Ob die Pistenkuh dazu die richtige Plattform ist? oder sich zu einer solchen entwickelt?

  12. Andreas

    Hallo Burkhard,

    Eure Seite ist sozusagen ein Dreh- und Angelpunkt der Szene. Und konstruktive Probleme mit den Aufbauten sind an der Tagesordnung. Deshalb halte ich es für wichtig und richtig dafür ebenfalls eine Plattform zu bieten.

    Dies müsste aber so gestaltet sein dass auf keinen Fall Du ins Kreuzfeuer geratest oder rechtlich/juristisch Schwierigkeiten bekommst.

    Lösung: abkoppeln von Namen und Herstellern zur aufgetretenen Problematik:
    es ist von grosser Hilfe von ähnlichen Problemen zu lesen die man selber hat – und eventuell von deren Lösung.
    Dies könntest Du veröffentlichen, ohne Namen, wäre sehr hilfreich.

    Es ist aber auch hilfreich zu erfahren wo bzw. bei welcher Firma/Hersteller welche Problematik aufgetreten ist. Man könnte das so lösen dass beim Firmenname ein Link hinterlegt ist der eine Kontaktaufnahme mit dem Geschädigten ermöglicht, sprich eine Email-Adresse oder unter Umständen auch mehrere, kann auch ein Anonym sein, dass ein Mailprogramm öffnet. Der Geschädigte kann dann immer noch entscheiden ob er dem Interessierten Klicker antwortet und seine Probleme, Erfahrungen und Lösungen schildert – und kann hier im öffentlichen Bereich anonym bleiben.
    Beispiel:
    Action Mobil: , ,
    Bliss:
    STS:

    Naja, so denk ich mir wären alle bedient und Du bekommst keine Schwierigkeiten… frag aber zur Sicherheit einen Anwalt.
    Liebe Grüsse aus Wien,
    Andreas

  13. Andreas

    Sorry, Beispiel hat nicht hingehauen:

    Action Mobil: “DieSchweizer_Hilfsrahmen”
    Bliss: “Eva_Elektrik”
    STS: “Andreas_RissimKühlkoffer”

    LG, Andreas

  14. Walter

    Hallo Burkhard,
    eigentlich wollte ich dich ermutigen eine solche Seite aufzusetzen. Vor 5 Jahren, als bei uns die Entscheidung anstand, wären wir über Informationen anderer Reisender bzw. deren Erfahrung mit den Ausbauern froh gewesen. Wie kritisch allerdings eine solche Beurteilung ist, zeigt dein verlinktes Beispiel von youtube (https://www.youtube.com/watch?v=3s4mogkIz6Y): das sind nämlich wir bzw. unser Allrad-LKW. In dem Fernsehbeitrag wird es leider so dagestellt, als ob in der Kiesgrube schon gravierende Mängel am neuen Fahrzeug aufgetreten sind. Es war aus meiner Sicht nur Effekthascherei, Hauptsache es passiert etwas und die Dramaturgie des Films steigt an. Es sei mir deshalb erlaubt, hier die Sache richtig zu stellen.
    Angeblicher Mangel Nummer 1: Es geht um die Plastikverkleidung am Atego. Schon der Hersteller hat hier ein Stück Plastik über dem Radkasten weggeschnitten und uns darauf aufmerksam gemacht, dass bei starker Verschränkung die Kabine hier eventuell anschlagen kann. Wir sollten das am besten selber testen und entsprechend handeln. Eindruck macht natürlich die Flex im Film, wenn auf dramatische Weise 2cm Plastik entfernt werden. Sorry, aber das ist kein Mangel, das sind Peanuts und gar nicht der Erwähnung wert.
    Angeblicher Mangel Nummer 2: Bei der Verschränkungspassage in der Kiesgrube ist nicht die Kabine am Reifen angeschlagen, sondern nur die vordere Verkleidung, die es etwas nach oben gebogen hat. Die Kabine selbst hat keinen einzigen Kratzer abbekommen. Im Nachhinein hätte man vielleicht die Verkleidung 2cm weiter nach oben setzen müssen. Der im Film eingesetzte Vorschlaghammer macht natürlich Eindruck.
    Wir waren mittlerweile mit unserem Allrad-LKW in Russland, Skandinavien, Marokko, Island und im Baltikum. Wir hatten reichlich Sand, Wasser und Schotter unter unseren Rädern und sind bisher ohne jegliche Probleme und Mängel durchgekommen. Die anfangs kleineren Mängel wurden ohne Diskussion sofort und zu unserer Zufriedenheit behoben. Vor unserem Allrad-LKW hatten wir einen Sprinter eines namhaften Herstellers im oberen Preissegment; die Mängelliste hier war um ein vielfaches höher.
    Noch eine Anmerkung zum Schluß: Wie auch im Wohnmobil-Segment ist die Spannbreite sehr groß. Es gibt die “extrem” Reisenden und die “normal” Reisenden. Wir zählen uns zu den letzteren und genießen die Freiheit fast alles fahren zu können was wir uns auch zutrauen. Wir sind uns aber auch bewußt, dass wir in einem Atego und nicht in einem Unimog oder einem Steyr sitzen.
    Ich würde mich freuen, wenn sich hier ein kleines Forum aus eigenen Erfahrungen etablieren könnte. Und man muss ja nicht immer nur von den Mängeln reden, denn es gibt sicherlich auch Reisende wie wir, die mit ihrem Ausbauer zufrieden sind ohne jetzt hier Werbung für diese machen zu wollen.
    Mit einem freundlichen Gruß vom Bodensee
    Walter E.

  15. Kurt

    Hallo Walter,
    Wir benötigen auf unseren Offroad-Touren eine Flex und auch einen Vorschlaghammer und noch vieles andere Werkzeug, nicht weil unsere Autos so gut sind, sondern weil beim richtigen Offroad-Fahren auch immer mal was kaputt geht. Wenn du dies nicht benötigst, bist du ein glücklicher Offroader.
    Gruss aus Schlins

    Kurt Gerstgrasser

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