Extrem leichter und robuster Dachgepäckträger
Zunächst ein kurzer Exkurs:
Je extremer das Gelände, das befahren werden soll, desto offroadtauglicher muss das Fahrzeug sein und vor allem um so stabiler muss das Fahrzeug im Grenzbereich bewegt werden können. Die entscheidenden Faktoren des Fahrzeuges im Gelände sind:
Fahrzeuggewicht, Gewichtsverteilung, Reifengröße, Reifenfülldruck und Drehmoment am Rad.
Gewichtsverteilung beim 4×4-LKW

Bei unserem 4×4-Mercedes 1124 lässt sich leider keine optimale Gewichtsverteilung von 48:52 zwischen Vorderachse und Hinterachse erreichen. Unser Benz wird vorne schwer sein als hinten, obwohl wir einen Achsstand gewählt haben, der einen relativ langen Hecküberhang ergibt.
Der Hecküberhang bringt andere Nachteile mit sich, (geringerer Böschungswinkel, Ausschwenken bei Kurvenfahrten) die aber geringer wirken, als eine noch ungünstigere Gewichtsverteilung.
Das Ziel bei unserem Fahrzeug muss sein, mehr permanentes Gewicht (keine Füllstände) auf die Hinterachse zu bekommen.
Der Dachgepäckträger
Der Dachgepäckträger steht diesem Ziel diametral entgegen. Auf der Fotoskizze (Danke an Boxmanufaktur für das Foto) erkennt man gut, dass das komplette Gewicht des Dachträgers plus seine eventuelle Ladung vor der Vorderachse liegt. Durch die Hebelwirkung wird der negative Effekt nochmal verstärkt. Damit ist klar: Beim Dachgepäckträger zählt jedes Kilo.
Noch ein kurzer Exkurs:
Dachlasten sind extrem kritisch zu sehen. Sie verlagern den Schwerpunkt nach oben und erhöhen die Kippgefahr des Mobils, besonders bei solchen, die mit großen Rädern und Höherlegungen höher als Serienfahrzeuge und relativ schmal sind (Sprinter, Daily etc.).
Bei Lkw sind die Dächer nicht für dauerhaft schwere Lasten konstruiert, insbesondere nicht im Offroadbetrieb oder über tausende „Wellblech“-Kilometer. (Haar)-Risse am Rahmen der Windschutzscheibe oder Brüche an der Fahrerhauslagerung oder der Fahrerhausführung sieht man daher relativ oft bei Expeditions-Lkw, die längere Zeit mit Dachlasten im Gelände gefahren wurden.
Dachgepäckträger: Nutzung bei Pistenkuh
Daher wird unser Dachgepäckträger nicht zum Transport von schweren Lasten (z.B. Ersatzrad, Treibstoff, Werkzeug etc.) genutzt werden. Es wird eine leichte Transportbox (Zarges?) aufgeschraubt, in der Ersatzkühlwasserschläuche, Wasserschlauch, Dieselleitung, Tecalanrohr etc. verstaut werden. Dazu eine Freifläche als Startplatz für den Fotokopter und eine Fläche, um gelegentlich Brennholz zu transportieren.
Unser Dachgepäckträger soll die Option bieten, Lasten transportieren zu können, als das er wirklich Lasten transportiert.
Für diese Nutzung reicht eine einfache Plattform. Auf ein „Geweih“ wie die Astabweiser oft genannt werden, die bei Fahrten durch Wald Äste von der Aufbaufront ableiten sollen, verzichten wir. Bisher hatten wir sowohl am Deutz als auch am Steyr keine Astabweiser und haben diese auch nicht vermisst. Daher sparen wir uns das Gewicht und den finanziellen Aufwand.

Für unsere Anwendung haben wir uns für einen robusten und leichten Systemdachträger von Rolling Space entschieden. Die Vorteile sehe ich in dem umfangreichen Zubehör und den Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten., die ein Systemdachträger bietet.
Als Erweiterung werden wir wahrscheinlich die Umgebungsbeleuchtung und die Leiterfixierung dazu bestellen.
Hier mal ein paar Bilder, die ich mit der Erlaubnis von Rolling Space verwende:












Hallo ihr zwei,
Wie in Albanien und Rumänien benutzen wir aktuell euer Buch Griechenland…
Sind aktuell auf dem Peloponnes und haben versucht die einfachsten Strecken zu fahren ( 4 EK und 4 EN ).
Beide sind momentan entweder offiziell gesperrt oder schlicht und einfach unbefahrbar: zu den Neda Wasserfällen sind alle Wege ( nord und ost ) gesperrt…Aber wie zum Teufel seid ihr nach der Brücke ( ancient bridge) hoch gefahren?????
Ist der 110 so kurz dass man um 90 grad steil hoch auf dem rutschigen Fels hochfahren kann ???
Jedenfalls Respekt für diese Leistung!!
Die 4 EK bin ich kurz vor dem Gipfel gefahren ( auch wenn ich die Piste teilweise mit Felsblöcke auffüllen musste ) aber kurz nach der Quelle ist der Weg derart kaputt ( lose rutschige und unterspülte Schieferplatte schief zum Hang ) und eng dass ich abgebrochen habe…
Wie man weiß gab es heftige Unwetter und Regenfälle ( nicht nur ) in Griechenland und die Natur bzw die Beschaffenheit der Wege hat extrem gelitten!
Aus den vermeidlich einfachen Pisten sind unpassierbare Strecken geworden…
Dafür könnt ihr selbstverständlich nichts aber die Streckenauswahl müsste das eigentlich berücksichtigen: wäre zum Beispiel ein Hinweis auf der Webseite nicht zu empfehlen?
Euch weiterhin gute Reise
Thierry