Tunesien - Tem Baine
Algerien

Tunesien – GPS-Track Tem Baine

Hinweis zu Tunesien:

Wegen der erhöhten Terrorismusgefahr in Tunesien, ist für die Fahrten in die Sandgebiete südlich von Douz eine offizielle Führerpflicht eingeführt und die Militärpräsenz erhöht worden. Wird man ohne Führer vom Militär „erwischt“, zieht dies laut Aussage der Chefin vom Campingplatz Desert Camp in Douz, keine Konsequenzen nach sich. Es kann passieren, dass man an einem Militärposten ohne Führer nicht weiter Richtung Dünengebiete fahren darf. Wir hatten im Befahrungsjahr keine Begegnung mit dem Militär, Mitte Februar sind uns auf der beschriebenen Route, selbst auf dem Hinweg keine anderen Fahrzeuge begegnet.

Für das militärische Sperrgebiet in der südlichen Spitze Tunesiens ist wegen der Grenznähe zu Algerien und Libyen nur noch sehr schwierig eine Genehmigung zu bekommen.

Schild beim Cafe Tem Baine

Schild beim Cafe Tem Baine

GPS-Track Tem Baine

Der Rundkurs beginnt in Douz, der Oasenstadt im Süden Tunesiens, Treffpunkt der Wüstenfahrer. Ziel ist der Tafelberg Tem Baine, der sich am Rand des Grand Erg Oriental zwischen kleinen Dünenfeldern erhebt. Da auf dem Hinweg entlang des Nationalparks gefahren wird und dort auch einheimische Fahrzeuge unterwegs sind, kann man diesen gefahrlos alleine angehen. Auch für Anfänger ist die Strecke eine gute Übung.

Der Rückweg dagegen ist nur etwas für erfahrene Wüstenfahrer. Er führt durch mehrere, teils schwere und lange Dünenfelder und trifft bei der Oase Sabria wieder auf Asphaltstraße. Wegen der Gefahr, in einer der tiefen Kuhlen zu geraten und festzustecken, empfiehlt es sich für Anfänger, diese Strecke mit mehreren Fahrzeugen zu fahren.

Die Dünen sind besser zu überqueren, wenn man grob von Süd nach Nord fährt.

Distanzen: Hinweg, Track TNTB01 = 108 km, Rückweg, Track TNTB02 = 127 km
Für die gesamte Route sollten etwa drei Tage eingeplant werden, die Anfahrt zum Tem Baine ist an einem halben Tag zu schaffen.

Routenbeschreibung:

Der Hinweg ist recht einfach, zunächst geht es auf breiter, geschobener Piste zum sogenannten „Tor des Sandes“,  bei dem auch ein Militärposten ist. Hier biegen wir nach Süden ab und folgen der guten Piste, die später sogar Asphaltbelag aufweist. Kurz vor dem Eingangstor zum Nationalpark zweigt ein breites Spurenbündel auf eine Kiesebene ab,  wir folgen den Spuren, immer entlang des Zauns vom Nationalpark. 

Fahrt durch die Dünen

Fahrt durch die Dünen

Etwa 13 km Luftlinie vom Tem Baine entfernt führt der Track vom Nationalpark weg durch mit Büschen bewachsene Dünen. Am Anfang noch einfach, da sich zwischen den Dünen fester Grund befindet, auf dem man gut fahren kann. Zweimal sind kurze, schwierige Dünenpassagen zu überqueren. Hier liegt die Schwierigkeit darin, dass die Dünen auf der weichen, windabgewandten Seite angefahren werden müssen. Im Zickzack muss sich jeder selbst die passende Passage für sein Fahrzeug suchen. Das letzte Stück zum Tafelberg ist wieder einfacher zu befahren.

Sonnenuntergang am Tem Baine

Sonnenuntergang am Tem Baine

Zurück ist der erste Abschnitt durch die Dünen bis zum Zaun der gleiche, die Dünenüberquerung einfacher, die festen Dünenseiten lassen sich deutlich leichter bewältigen. Danach geht es Richtung Westen, entlang des riesigen Dünenmeers des Grand Erg Oriental. Auf der Kiesebene erstrecken sich mehrmals kleinere, bewachsene Dünenfelder, die einfach zu meistern sind.

Der Track biegt bald nach Norden ab, jetzt wird der Sand weicher und ist mit teils dichtem Buschwerk bewachsen. Der Geländewagen braucht auf längerer Strecke viel Kraft über die Hügelketten. Mitten zwischen den Dünen ist ein Brunnen, es geht weiter nach Norden. Wir erreichen eine ausgetrocknete Senke und fahren vorsichtig am Rand entlang, bis wir wieder in die Dünen abbiegen. Die schöne, weiße Dünenkette südlich von Sabria liegt noch vor uns, der schwierigste Abschnitt der Route. Die Dünen sind hoch, die Kuhlen dazwischen teils tief, das Reduzieren des Luftdrucks bis auf 2 bar ist erforderlich. 

Grand Erg Oriental

Endloses Sandmeer im Großen Erg Oriental

Es besteht die Gefahr, in eine der tiefen Kuhlen abzurutschen. Unerwartet kann der Allradler einseitig absacken und in bedrohliche Schräglagen kommen. Um eine fahrbare Passage zu finden, ist es hilfreich, zu Fuß das nächste Stück zu erkunden. So lässt sich besser abschätzen, wo man mit dem Fahrzeug relativ gefahrlos fahren kann.
Hinweis: Der Track in den Dünenfeldern dient nur als grober Anhaltspunkt, durch Sandstürme können sich diese extrem verändern, so dass bei jeder Durchquerung eine neue machbare Passage gesucht werden muss.

Download GPS-Daten – Tem Baine – Atar

Im kostenlosen Download befinden sich Waypoints und Track im gpx- und kmz-Format zum Importieren ins Navigationsgerät und die Wegpunktliste als PDF zum Ausdrucken. Durch Betätigen des Download Link wird ein Zip-Ordner heruntergeladen. Nach dem Entpacken befinden sich die o.g. Dateien auf deinem Computer.

Mit nahezu allen GPS-Geräten wird eine einfache Navigationssoftware ausgeliefert (beispielsweise bei Garmin die Software BaseCamp), die den Import/Export von Dateien im gpx-Format via USB-Kabel ermöglicht. Die kmz-Dateien lassen sich in Google Earth importieren.

Die zur Verfügung gestellten Daten sind nur für deinen privaten Gebrauch. Eine Veröffentlichung auf anderen Seiten oder ein Verkauf der Daten in jeder Form ist nicht gestattet.

Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

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