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Offroadpiste in Island
Island

Reise-Info Island

Stand: August 2014

Allgemeine Informationen zu Island

Natur

Island grenzt an den nördlichen Polarkreis und ist 103.000 qkm groß (etwa so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen). Gewaltige, gegensätzliche Naturkräfte prägen die Insel. Eine Fläche von 15 % ist von Gletschereis und Schneefeldern bedeckt, der Vatnajökull ist der größte, mit 8.456 qkm entspricht er etwa der Fläche aller Gletscher des europäischen Festlandes.
Unter der Insel verläuft der mittelatlantische Rücken, die nordamerikanische und die Eurasische Platte treffen hier aufeinander, daher erklärt sich die hohe vulkanische Aktivität auf Island. Von den 200 Vulkanen werden etwa 30 Vulkansysteme als aktiv bezeichnet. Der letzte große Vulkanausbruch fand 2010 statt, als der Eyjafjallajökull mit seiner Aschewolke den Flugverkehr in Europa für mehrere Wochen lahm legte.

Zur größten Naturkatastrophe in der Geschichte Islands zählt der Ausbruch der Vulkanspalte Laki, 1783. Riesige Mengen glühender Lava schoss über Monate hinweg aus unzähligen Spalten und Kratern empor und ergossen sich bis in die Täler. Giftige Gase strömten aus, vernichteten die Ernte, für viele Jahre konnte der Boden nicht mehr bewirtschaftet werden. Der Viehbestand dezimierte sich erheblich. Eine dramatische Hungersnot entstand, es wird geschätzt, dass etwa 9-10 tausend Menschen in den ersten Jahren nach dieser Katastrophe verhungerten.

Land und Leute

Mit heute etwa 320.000 Einwohnern ist Island das am dünnsten besiedelte Land Europas, drei Einwohner pro qkm. Etwa 63 % der Isländer wohnen in Reykjavik und Umgebung. Das Hochland im Landesinneren ist wegen der lebensfeindlichen Umgebung unbewohnt.
Die ersten Menschen, die sich in Island im Jahr 874 niederließen, waren norwegische Wikinger. Bis etwa zum Jahr 930 hielt diese Landnahme an. Man nimmt an, das vorrangig Großbauern und Adelige aus Norwegen mit keltischen Sklaven und Bediensteten auf der Insel ein neues Zuhause suchten und sich nach und nach den widrigen Klimaverhältnissen anpassten.

Das älteste Parlament der Welt

Das isländische Alþingi (Althing) geht bis in das Jahr 930 zurück und gilt damit als das älteste bestehende Parlament der Welt. Als Versammlungsort wurde damals Þingvellir gewählt, 52 km nordöstlich von Reykjavik, nahe des Þingvallavatn, dem größten Binnensee Islands. Einmal im Jahr fand in der Zeit der Sommersonnenwende eine große Versammlung statt. Es wurden Rechtsstreitigkeiten geklärt, Urteile gefällt und verkündet. Der Gesetzessprecher las vom so genannten Lögberg die Gesetze vor.
Bis 1799 tagte das Alþingi, das nach der Übernahme der dänischen Herrschaft im Jahr 1387 nur noch die Funktion als Gerichtshof hatte. Heute ist das Gebiet ein Nationalpark und wird von vielen Touristen besucht. Die UNESCO erklärte das Gebiet zum Weltkulturerbe, noch heute finden Gedenkfeiern wichtiger Ereignisse in Þingvellir statt.

Am 1. Dezember 1918 wurde ein Unabhängigkeitsvertrag mit Dänemark unterzeichnet, nach und nach erlangte Island die Eigenständigkeit für alle politischen Ämter. 1944 wurde die Demokratische Republik Island ausgerufen, bis dahin war der dänische König das isländische Staatsoberhaupt. Während des zweiten Weltkrieges unterhielten erst die Briten, dann die USA einen großen Militärstützpunkt auf der strategisch wichtig gelegenen Insel. Erst im Jahr 2006 wurden die letzten amerikanischen Soldaten abgezogen.

Gesellschaft

Ihre Abstammung können die meisten Isländer bis zur Landnahme zurückverfolgen. Man redet sich mit Vornamen an, stellt sich mit Vornamen vor, er ist der wichtigste Teil des Namens. Der Nachname besagt so viel wie „Sohn von“ (son) bzw. „Tochter von“ (dóttir).
Kinder gehören zum Leben wie selbstverständlich dazu. Island ist ausgesprochen kinderfreundlich. Selbst in den kleinsten Orten organisiert man Kindertagesstätten, auch die großzügige Regelung des Erziehungsurlaubs für Mütter und Väter ist in Europa einmalig. Kinder bekommt man wenn man jung ist, Island hat die höchste Geburtenrate in Europa: 2,2 (2012). Dass sich ein junges Paar gegen Kinder entscheidet, ist die absolute Ausnahme.

Die IsländerInnen sind sehr flexibel, sie planen nicht gerne im Voraus sondern nehmen die Dinge spontan in die Hand. Das hängt vielleicht damit zusammen, dass man früher als Landwirt stark vom Wetter abhängig war und das ist natürlich bis heute so. Auf das Wetter ist kein Verlass, man kann sich für morgen etwas vornehmen, doch wenn ein Schneesturm kommt, kann man sein Vorhaben nicht durchführen, muss flexibel reagieren. Diese Denkweise prägt die Gesellschaft, alles richtet sich nach dem Wetter.

Schwimmen ist der Nationalsport und Pflichtfach in den Schulen. In jedem kleinen Ort gibt es ein öffentliches Schwimmbad, das über geothermale Energie beheizt wird. Oft sind es Freibäder mit einer Temperatur von 28-30 °C. Einen so genannten Hot Pot (Heißwasserbecken) gibt es fast in jedem Schwimmbad und auch in vielen Hotels. Viel schöner aber sind die heißen Quellen in der Natur, bei den Geothermalgebieten. Im Hochland sind sie oft kostenlos wie z.B. in Hveravellir oder Landmannalaugar. In anderen zahlt man hohe Eintrittspreise, so in der blauen Lagune auf der Halbinsel Reykjanes oder im Nature Bath beim Mývatn.

Wirtschaft

Was liegt näher, Fischfang und Fischverarbeitung war lange der wichtigste Wirtschaftszweig. Jedoch sind die Erträge oft starken Schwankungen unterlegen. Fangquoten und Preise werden in der Tageszeitung abgedruckt wie bei uns die Börsenwerte.
Landwirtschaft kann aufgrund der klimatischen Verhältnisse nur in den Küstenbereichen und den Tiefländern im Südwesten betrieben werden. Vor allem Schaf- und Rinderhaltung, Ackerbau ist kaum möglich. In den 70ziger Jahren gab es auf Island dreimal so viel Schafe wie Menschen, was die Gefahr einer Überweidung barg. Der Bestand reduzierte sich bis heute deutlich auf etwa 450.000 Tiere. Im Südwesten wird in Treibhäusern, beheizt durch Erdwärme, Gemüse und Obst angebaut. Dennoch ist Importware, vorwiegend aus Holland, preiswerter.

Industrielle Produktion gibt es kaum, nur die Aluminiumproduktion hat sich gegen den großen Widerstand der Umweltschützer in den letzten Jahren im Land etabliert. Mit günstigen Energiepreisen (durch Wasserkraft und geothermale Energie) wurden ausländische Investoren angelockt, zur Energiegewinnung riesige Staudammprojekte im Hochland umgesetzt.
Trotz der kurzen Saison von nur 2-3 Monaten zählt der Tourismus mittlerweile zum stärksten Wirtschaftszweig des Landes. Vor allem seit der Finanzkrise 2008/2009 haben die Besucherzahlen stark zugenommen, viele Isländer leben inzwischen vom Tourismus.

Tourismus in Island

Island hat sich in den letzten Jahren zu einem Massentourismus Land entwickelt. Touristische Ziele wie beispielsweise Strokkur, Gullfoss, Jökulsárlón sind daher tagsüber völlig überlaufen. Doch, da es im Sommer in Island fast gar nicht dunkel wird, kann man diese Ziele auch spät abends oder am frühen Morgen bei gutem Licht besuchen, dann hat man sie fast für sich allein.
Selbst Landmannalaugar, das isländische Mekka der Wanderer im südlichen Hochland, wird von Norden her von Reisebussen angefahren, sodass man dort keine einsame Hochlandatmosphäre mehr erleben kann. Aber es gibt im Hochland genügend Pisten und Wege, die abseits der Hauptrouten durch faszinierende Vulkanlandschaft führen und sich mit einem Allradfahrzeug erkunden lassen.

Der Reisende, der Island vor 10/15 Jahren schon einmal besucht hat, wird es nicht wieder erkennen. Dort, wo er damals fast allein an einem Wasserfall übernachtet hat, gibt es heute einen großen Parkplatz für die Reisebusse. Furten auf den Haupthochlandrouten, wie der Sprengisandur, die damals zu einem spannenden Abenteuer zählten, sind teilweise begradigt und lassen sich heute meist mühelos durchqueren. So haben uns Andere ihre Eindrücke erzählt, die Island nach vielen Jahren zum zweiten Mal bereisten, sie waren enttäuscht.

Besucht man zum ersten Mal die eisige Insel am Nordpolarkreis, empfindet man das natürlich anders. Tief beeindruckend ist die Zauberwelt des südlichen Hochland, wo schwarzer Vulkansand und grüne Moosberge das Landschaftsbild bestimmen. Oder die faszinierende Eis- u. Gletscherwelt im Süden. An den Geothermalgebieten, die über die Insel verteilt sind, kann man sehen, dass die Erde hier noch lange nicht zur Ruhe gekommen ist. Brodelnde Schlammtöpfe, heiße Dampfsäulen, die aus dem Boden mit starkem Druck entweichen. Die warmen Schwefelquellen bieten vielerorts die Möglichkeit für ein Naturbad, dass man sich auch bei kaltem Wetter nicht entgehen lässt. Unzählige Wasserfälle, gewaltige Wassermassen von großen Gletscherflüssen, wie beispielsweise am Gullfoss oder der von bizarrer Landschaft umgebene Haifoss, sind auf der Insel entstanden. Nach jeder Straßenbiegung bietet sich ein Blick auf einen neuen Wasserfall.

Hat man länger Zeit auf der Insel, kann man die Einsamkeit der Westfjorde genießen, die nur dünn besiedelt sind. Spätestens dort hat man den Massentourismus hinter sich gelassen. Lediglich an dem bekannten Vogelfelsen Látrabjarg, wo die bunten Papageientaucher und tausende von Möwen jedes Jahr im Frühsommer große Brutkolonien bilden, ist man nicht ganz allein.

Offroad Abenteuer in Island

Für die Geländewagenfahrer bietet sich die Möglichkeit, das unbewohnte Hochland auf befestigten Pisten aber auch auf nur wenig befahrenen Wegen (so genannte nummernlose Jeeptracks) zu entdecken. Hunderte von Pistenkilometern ziehen sich durchs Hochland. Oft geht es durch riesige Lavafelder, die durch einen lang zurückliegenden Vulkanausbruch entstanden sind und teils bizarre Gesteinsformen gebildet haben. Die Pisten passen sich dem Gelände an und schlängeln sich bergauf und bergab entlang von dicken, grünen Mooskissen. In den Tälern müssen unzählige, teils tiefe Flüsse gefurtet werden, manchmal führt der Weg sogar ein längeres Stück im Flussbett entlang. Die Durchquerung des Hochlands auf der Sprengisandur führt überwiegend durch vegetationslose Geröllwüste. Kälte und Wind und plötzliche Wetterumstürze verstärken den Eindruck der lebensfeindlichen Landschaft.

Klima – Wetter – Optimale Reisezeit

Das Klima in Island wird durch milde Winter (an der Küste) und kühle Sommer bestimmt. Obwohl Island auf dem selben Breitengrad wie Alaska oder Sibirien liegt, sind die Temperaturen vergleichsweise mild und weisen nicht so extreme jahreszeitliche Schwankungen auf. Verursacht durch einen Ausläufer des Golfstromes liegt die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur in Reykjavik im Juli bei 13 °C, im Dezember bei 1,9 °C.
Im Hochsommer sind die Tage lang, ab 23 Uhr wird es dämmrig, um 0:04 Uhr geht die Sonne unter und um 2:55 Uhr wieder auf. Im Norden Islands kann man die Mitternachtssonne beobachten, die für 14 Tage nicht untergeht, ein Stück der Sonne lugt immer über den Horizont hinaus. Der kürzeste Tag im Winter dagegen dauert in Akureyri nur 3 Std. und 5 Min.
Der Sommer währt in Island nur zwei Monate, von Mitte Juni bis Mitte August. Das ist die Hauptsaison für Touristen, egal ob Wanderer, Fahrradfahrer oder Geländewagenfahrer. Wer mit seinem Allradfahrzeug die Insel, und vor allem das Hochland erkunden möchte, sollte in dieser Zeit die Reise antreten. Vor Mitte Juni sind die Pisten im Hochland noch gesperrt (Frühjahrssperre), manche werden erst Mitte Juli für den Verkehr freigegeben.

Je nach Interesse hat natürlich auch der isländische Winter seinen Reiz. So kann man z.B. die Eishöhlen am Vatnajökull nur im Winter begehen, da es im Sommer wegen der Schneeschmelze zu gefährlich ist. Wer die Nordlichter gerne sehen möchte, sollte in der dunklen Jahreszeit, frühestens ab September hier her kommen. Im Frühjahr und Herbst sind die touristischen Ziele nicht so überlaufen, doch ist wegen des Schnees auch oft kein Durchkommen möglich.

Das Wetter ist sehr wechselhaft. Mit einem plötzlichen Wetterumschwung muss man jederzeit rechnen, vor allem im Hochland. Selbst im August kann es dort einen unerwarteten Schneesturm geben. Im Nordosten der Insel herrscht meist trockeneres, sonniges Wetter vor, während es im Süden und Südwesten die häufigsten Niederschläge runterkommen und die Gegend oft tagelang in Nebel, Nieselregen und Graupelschauer versinkt. Ein Grund, weshalb die Berge im südlichen Hochland mit einer dicken Moosschicht überzogen sind und so ein einmalig schönes Landschaftsbild erzeugen.

Sonne und blauer Himmel sind in Island etwas besonderes und man hat als Reisender schon ein schlechtes Gewissen, wenn man gutes Wetter nicht nutzt und zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs ist oder sich an einem schönen Aussichtspunkt befindet. Der Fotograf springt bei jedem kurzen Sonnenstrahl raus und nutzt das gute Licht. Im nächsten Moment könnte es schon wieder vorbei sein. Doch auch Nebel und bedeckter Himmel bergen ihren Reiz für gute Fotos und bringen besonders die mystische Stimmung Islands zum Ausdruck.

Viele Reisende richten sich mit ihrem Reiseplan nach dem Wetter, schauen jeden Tag auf die Wetterkarte im Internet (www.vedur.is) und hetzen der Sonne hinterher. Wir haben während der Reise festgestellt, dass die Vorhersage oft nicht richtig war. Es ist beispielsweise purer Sonnenschein angesagt, doch große Teile der Insel hängen unter einer Nebelglocke, also doch nur mäßig gutes Wetter. Wenn man eine Reise nach Island unternimmt, sollte man sich nicht auf gutes Wetter einstellen. Bewundernswert ist, dass hier trotz des unbeständigen Wetters so viele Wanderer und Radfahrer die Insel erkunden.

Straßennetz – Verkehr – Treibstoffversorgung

Es ist Pflicht, immer mit Abblendlicht zu fahren, auch tagsüber. Geschwindigkeitsbeschränkungen: innerhalb Ortschaften 50 km/h, außerhalb 90 km/h, auf unbefestigten Straßen max. 80 km/h.
Die Ringstraße führt einmal rund um die Insel (1.340 km), sie ist bis auf wenige Stellen durchgängig geteert und in gutem Zustand. Die Brücken sind aufgrund des wenigen Verkehrs meistens nur einspurig ausgebaut. Viele Nebenstraßen sind geschottert. Durchs Hochland führen zahlreiche Schotterstraßen, in unterschiedlichem Zustand und Schwierigkeitsgrad. Oft müssen Flüsse gefurtet werden, da es auf den Strecken nur Brücken über die großen Gletscherflüsse gibt. Die meisten Pisten dürfen nur mit Allradfahrzeugen befahren werden. (Die Nummern der Schotterstraßen sind zusätzlich mit einem „F“ gekennzeichnet.)

Die beiden Hauptverbindungen durch das Hochland: Kjölur (Nr. 35), sie führt westlich durch das Hochland und kann nach Aufhebung der Frühjahrssperre (meist ab Mitte Juni) sogar mit einem PKW befahren werden (keine Furten). Und Sprengisandur (Nr. F26), sie wird oft erst ab Mitte Juli geöffnet, es sind einige Wasserfurten zu durchqueren, 4-Rad Antrieb ist vorgeschrieben.
Die isländische Verkehrsbehörde veröffentlicht im Internet www.vegagerdin.is unter „Road conditions and Weather“ die aktuellen Straßenzustände, Baustellenhinweise und was vor allem für Reisende von Interesse ist, die Sperrung bzw. Öffnung der Hochlandstraßen (auch in Englisch). Mehr dazu siehe unter der Rubrik „Unterwegs im Hochland“.

Übersetzung von Verkehrsschildern, die insbesondere Pisten und Wege betreffen:
hætta = Gefahr
varúð = Vorsicht
bannað = verboten
aðgangur bannaður = Durchfahrt verboten
illfær vegur = schlechte Piste, nur für Allradfahrzeuge
lokað= gesperrt

Die Versorgung mit Diesel bzw. Benzin ist sehr gut. Selbst in wenig bewohnten Gebieten ist das Tankstellennetz dicht. Allerdings sind die Tankstellen dort nicht besetzt, sondern haben einen Tankautomat, d.h. man muss mit der Visa-Karte (mit Pin-Nr.) bezahlen. 1 Liter Diesel: 238 ISK/ 1 Liter Benzin: 246 ISK, In Reykjavik und Umgebung auch etwas günstiger.

Spezielle Infos zu Island

Unterwegs im Hochland – Offroad Fahren

Im Hochland gibt es keinerlei Versorgung und keine Tankstellen, nur einige Schutz- und Wanderhütten. Auf den Hauptrouten sind während der Sommersaison einige Hütten bewirtschaftet. Bevor eine Tour durchs Hochland unternommen wird, sollte geprüft werden, wie weit die Strecken sind und wo sich Tankstellen befinden.
Mit einem plötzlichen Wetterwechsel muss im Hochland zu jeder Jahreszeit gerechnet werden. Schneeschauer im Juli und August sind keine Seltenheit. Daher gehört immer warme Kleidung, genug zu Essen und Trinken zur Standartausrüstung, um unter Umständen auch mal einige Stunden ausharren zu können, bis weiterfahren werden kann oder Hilfe kommt.

Wintersperre in Island

Auf der Website der isländischen Verkehrsbehörde gibt es zwei Ansichten für die aktuellen Straßenverhältnisse. Dabei wird zwischen Wintersperre und Frühjahrssperre unterschieden. Unter http://www.vegagerdin.is/english/road-conditions-and-weather  kann man die Aufhebung der Frühjahrssperre der Hochlandstraßen nachsehen. Ab Anfang/Mitte Juni werden die ersten Pisten für den Verkehr freigegeben. Die Freigabe erfolgt zunächst wöchentlich, später wird die Übersichtskarte auch mehrmals die Woche aktualisiert. (Die Freigabe der Gebiete gilt nicht für die so genannten nummernlosen Jeeptracks. Hier muss man sich vor Ort bei den Rangern oder Hüttenwarten erkundigen, ob diese zu befahren sind.)

Sperren unbedingt beachten

Die Frühjahrssperre ist streng zu befolgen, Missachtungen werden mit hohen Bußgeldern geahndet. Das hat folgenden Grund: Durch das langsame Auftauen der Bodenschichten im Frühjahr kann bei zu früher Befahrung die Piste stark beschädigt und ein massiver Flurschaden die Folge sein. Das Einhalten der Frühjahrssperre wird teils aus der Luft mit Flugzeugen kontrolliert. An der Piste selbst stehen nicht immer Sperrschilder. Daher sollte man sich immer im Internet informieren, bevor eine Hochlandroute angetreten wird.

Eine weitere Übersicht informiert über die Straßenverhältnisse allgemein im ganzen Land:
http://www.vegagerdin.is/english/road-conditions-and-weather.  Welche Strecken gesperrt sind, bzw. wo es zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Die Wintersperre (rot gekennzeichnet) wird verhängt, wenn die Strecke nicht geräumt wird, der Wasserstand der Furten zu hoch ist, ein Erdrutsch die Piste versperrt, etc. Es ist wie ein Hinweis zu nehmen. Ist die Straße rot und zusätzlich mit dem runden Sperrschild gekennzeichnet, ist es streng verboten, diese zu befahren.
Auch nach Aufhebung der Frühjahrssperre kann es sein, dass (meistens wegen Überflutung und zu hohen Furten) eine Straße für ein paar Tage vorübergehend gesperrt wird. (Oft wird das nur in der 2. genannten Übersicht angezeigt, in rot ohne Sperrschild.) Wer vor Ort ist, kann sich in dem Fall auch bei den Rangern an den Hütten informieren, ob man trotzdem versuchen kann, die Piste zu befahren. (Bei hohem Wasserstand macht es beispielsweise einen Unterschied, ob man mit einem Land Rover oder einem Allrad-LKW die Strecke fährt.)

Für die Erkundung der zahlreichen Pisten im Hochland haben wir einen speziellen GPS Offroad Reiseführer erstellt. Er beinhaltet die Beschreibung von 27 Offroad-Pisten, Eine Daten-DVD mit GPS-Tracks, Waypoints und Routen. Zudem zu jeder Strecke eine Bildershow, Satellitenbilder und eine Übersichtskarte von Reise-KnowHow. Der Führer kostet 29,90 Euro und ist in unserem Shop zu beziehen.

Offroad Fahren in Island

Ab Mai 2012 gibt es strengere Bestimmungen für den Naturschutz, die auch das Offroad Fahren in Island betreffen: Es darf nur auf ausgewiesenen Strecken, Schotterstraßen und Pisten durchs Hochland gefahren werden. Abseits der Pisten zu fahren, ist strengstens verboten. Offroad Fahren im Gelände kann mit einer sehr hohen Geldstrafe belegt werden. Unter Umständen kann durch einen Gerichtsbeschluss das verursachende Fahrzeug beschlagnahmt werden.
Was nicht ausreichend von der Tourismusbehörde kommuniziert wird ist, dass es hier vor allem im Hochland keine Toleranzgrenze für Offroad Fahren gibt. Ein Ranger hat es so erklärt: on the road is on the road and off the road is off the road and illegal. Das heißt, sobald man die Piste mit nur einer Fahrspur verlässt, um z.B. den Gegenverkehr vorbeizulassen, macht man sich strafbar. Anhalten, um beispielsweise ein Foto zu machen oder eine Pause einzulegen, darf man nur in dafür vorgesehenen Parkplätzen oder Parkbuchten an der Piste.

Mehr zum Thema siehe hier: Ärger auf Pisten

Hinweise zu Furten, die insbesondere für Island gelten:

Grundsätzlich wird zwischen einem normalen Fluss und Gletscherfluss unterschieden. Im normalen Flusslauf, zu erkennen am klaren Wasser, kann man den Untergrund erkennen und dieser ist meist fest und griffig, die Furt ausgefahren. Ganz anders ist es bei einem Gletscherfluss, zu erkennen am trüben, milchigen Wasser. Mit dem Gletscherwasser wird im Frühjahr jede Menge Geröll und Schlamm transportiert. Man kann nicht bis auf den Grund gucken, sieht also nicht, wie die Beschaffenheit des Untergrunds ist und ob sich Löcher oder größere Steine im Wasser befinden. Beim Gletscherfluss kann der Wasserstand zwischen Morgen und Nachmittag/Abend stark schwanken. Tagsüber wird durch die Schneeschmelze mehr Wasser transportiert, deshalb ist der Wasserstand nachmittags höher als morgens. Traut man sich durch eine Furt nicht durch, macht es u.U. Sinn, bis zum nächsten Morgen zu warten. Wobei die meisten Gletscherflüsse im Hochland mittlerweile überbrückt sind.

Praktische Tipps und Hinweise

Anreise mit dem eigenen Fahrzeug

Die Fährpassage führt von Hirtshals (Norddänemark) über die Färöer Inseln nach Seyðisfjörður im Osten Islands. Einziger Anbieter ist die Smyril Line, die Buchung kann man per E-Mail direkt bei www.smyrilline.de vornehmen. Für große Fahrzeuge sind die Plätze schnell ausgebucht, vor allem in der Hauptsaison (Anfang Juni bis Ende August). Daher sollte möglichst früh (Okt./Nov.) für den folgenden Sommer gebucht werden. Es gibt drei Preiskategorien, die sich nach der Neben- bzw. Hauptsaison richten. Für Fahrzeuge über 2,50 Höhe und 6 Meter Länge werden Aufpreise berechnet. (Tabellen mit Fährpreisen und Saisonzeiten unter o.g. Internetadresse.) Wir haben für unseren Steyr (Höhe 3,60m, Länge 6,90m) mit einer 2 Bett Außenkabine, Hinfahrt mittlere Preiskategorie, Rückfahrt teure Preiskategorie, incl. 2 Mahlzeiten pro Tag, insgesamt 3.580 Euro bezahlt (Preise 2014).

Die Überfahrt mit der MS Norröna dauert etwa 2 bis 2,5 Tage je nach Aufenthalt auf den Färoer Inseln. Die Autodecks sind während der Überfahrt verschlossen. Unterkunft und Verpflegung an Bord sind gut, saubere Kabinen, guter Service. Es gibt Restaurants in verschiedenen Preisklassen, bei Vorbuchung der Mahlzeiten Frühstücksbuffet und Tagesmenü „All you can eat“ im SB-Restaurant gibt es einen Rabatt. In der Cafeteria werden tagsüber Snacks u. kleine Mahlzeiten wie z.B. Pizza und Getränke zu hohen Preisen angeboten. Es kann auch Verpflegung mit aufs Schiff genommen werden. Schiffswährung ist Dänische Kronen, wer in Euro zahlt, bekommt das Wechselgeld in DK zurück.
Personen, die bei Seegang empfindlich reagieren, sollten Reisetabletten dabei haben. Im Nordatlantik (nach den Shetlandinseln) beginnen die hohen Wellenberge, das Schiff fällt förmlich ins nächste tiefe Wellental, auch bei ruhiger See spürt man das deutlich. (Mittschiffs aufhalten hilft.) Alles in allem eine langsame, ruhige (natürlich nicht bei Sturm) Überfahrt mit einer Geschwindigkeit von etwa 21 Knoten = 38,89 km/h.

Einreise – Aufenthaltsdauer – Zoll

Island gehört den Schengen-Staaten an, somit gibt es keine Passkontrolle. Es genügt der gültige Personalausweis oder Reisepass. Für Reisende aus der EU und der Schweiz gilt eine 3-monatige Aufenthaltsdauer. (Problemlos u. gebührenfrei kann die Aufenthaltsdauer um einige Monate verlängert werden.) Bei der Ankunft im Hafen wird einen Aufkleber mit der jeweiligen Aufenthaltsdauer auf die Windschutzscheibe geklebt.

Zollbestimmungen

Pro Person dürfen 3 kg Lebensmittel eingeführt werden. Dazu zählen auch nichtalkoholische Getränke wie Cola oder Saft. Über eine leichte Überschreitung wird i.d.R. hinweggesehen. Die Einfuhr von frischen Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst, Eier u. Milchprodukten ist verboten. Beschränkung für alkoholische Getränke pro Person: 1 Liter Hochprozentiges (47 %) und 1 Liter Wein/Likör (21%) oder 1 Liter Hochprozentiges (47%) und 6 Liter Bier.

Im Hafen wird stichprobenartig kontrolliert, d.h. etwa jedes 3. oder 4. Fahrzeug wird raus gewunken und gründlich durchsucht. Zuviel mitgebrachte Lebensmittel bzw. alkoholische Getränke müssen abgegeben oder nachverzollt werden. (Die Nachverzollung ist mit bürokratischen Aufwand verbunden und nicht ganz billig.)
Offiziell ist die Einfuhr von 200 Litern Diesel/Treibstoff erlaubt. Für die Tanks am Fahrzeug und deren Füllhöhe interessieren sich die Zöllner i.d.R. nicht. Gefüllte Zusatzkanister sind nicht erlaubt.
Die Einfuhr von (Haus-)Tieren ist verboten.

In Seyðisfjörður gibt es nur einen kleinen Laden. Für die erste gute Versorgung nach der Ankunft fährt man ca. 20 km nach Egilstaðir. Dort kann man sich mit allen notwendigen Dinge eindecken. Tankstelle, Bank mit ATM, Discount-Supermarkt „Bonus“, Handyladen, Baumarkt etc.

Geldumtausch – Einkauf – Essen

Währung ist die Isländische Krone (ISK). 1 Euro = 154 ISK (Mai 2014). Geldautomaten gibt es in jedem größeren Ort. Geld abheben funktioniert auch mit der EC-Karte. Es kann ein Betrag bis zu 70.000 ISK (455 €) abgehoben werden.

Der Discount-Supermarkt Bonus (rosa Sparschwein als Logo) hat ein gutes Angebot, die Preise für Lebensmittel sind etwas teurer als in Deutschland bei Rewe oder Edeka. Teurer sind vor allem frisches Gemüse und Obst, Fleisch, Wurst und Käse. (Den Bonus Supermarkt gibt es nur in den großen Städten im westlichen Ballungsgebiet und in Selfoss, Borgarnes, Akureyri und Egilstaðir.) Preisbeispiele in ISK:
1 kg Kartoffeln = 169, 1 kg Hackfleisch (Rind oder Lamm) = 1500, 1 kg Äpfel Jona Gold = 230, 1 kg Koteletts (Schwein) zum Grillen = 1.400, 1 Glas Marmelade = 260, 1 kg Müsli = 700, 1 kg Tomaten = 400, 1 kg Käse = 2800 (Es gibt nur einheimische Sorten, manchmal auch dänischen Käse.) Es gibt viele verschiedene Sorten Brot, vom preiswerten Toastbrot bis teurem Vollkornbrot. Schmackhaftes Brot in mittlerer Preisklasse, 500 g etwa = 350 ISK.

In kleinen, abgelegenen Orten gibt es auch meistens einen Laden, oft bei der Tankstelle, hier sind die Preise aber deutlich höher als in den Discount-Supermärkten. Öffnungszeiten erst ab 9:00 oder 10:00 Uhr.
Alkohol ist in Island sehr teuer, etwa drei mal teurer als in Deutschland. Im Supermarkt kann man ein billiges einheimisches Bier mit 2,25 % kaufen. Alle anderen alkoholischen Getränke bekommt man in speziellen Alkoholläden.

Sprache – Verständigung

Die Isländer sind stolz auf ihre Sprache, die Schriftsprache hat sich vom Mittelalter bis heute wenig verändert, was wohl der abgeschiedenen Lage der Insel zuzuschreiben ist. Isländisch zählt zu den nordgermanischen Sprachen und bis heute achtet ein extra eingerichtetes Sprachkomitee darauf, dass sich keine Fremdwörter darin vermischen. So wurden und werden für die Neuerungen der Technik, die es damals nicht gab, Wortumschreibungen entwickelt, anstatt Fremdwörter zu benutzen. Beispiele: Telefon heißt simi, abgeleitet von Faden = Sima, eine CD heißt geisladiskur = Strahlenteller.

Die Verständigung in Englisch ist kein Problem, fast jeder Isländer spricht gutes Englisch. Nur die Aussprache der isländischen Namen gestaltet sich für den Reisenden als schwierig. Zumal es da noch Buchstaben gibt, die in der deutschen Sprache nicht vorkommen. Die Buchstaben „ð“ und „Þ“ werden wie englisch „th“ ausgesprochen, die wichtigste Regel: doppel l „ll“ wird wie „dl“ ausgesprochen. Beispiele: Þingvellir = „thingvedlir“, Hella = „Hedla“, Snæfell = „Sneifedl“, Vatnajökull = „Vatnajöküdl“, Landmannalaugar = „landmannalöüchar“

Telefon – Internet

Einen Surfstick und eine Simkarte vom Anbieter Siminn kostet, ges. 6.990 ISK (45 Euro) incl. 100 MB Guthaben. Aufladen kann man per Kreditkarte, kostet 2.100 ISK (14 €) für 5 GB mit 31 Tagen Gültigkeit. Abdeckung und Schnelligkeit ist gut, nur im Hochland hat man nicht überall Empfang. Der andere Anbieter Vodafone hat im Hochland eine geringfügig bessere Abdeckung.
Eine Prepaid Sim-Karte von Siminn fürs Telefon kostet 2000 ISK, incl. 2000 ISK Guthaben. Ein Anruf nach Deutschland kostet etwa 0,20 € die Minute, SMS kostet 0,13 €.
Der deutsche Anbieter O2 bietet recht günstige Tarife zum Telefonieren an: Anrufe in der EU: 0,75 € pro Anruf plus 0,19 €/Min., eingehende Anrufe 0,75 € pro Anruf bis 60 Min. SMS 0,10 €.

Übernachtung – Camping

In Island ist freies Campen (Zelten) in der Natur außerhalb der Nationalpark Gebiete offiziell erlaubt. Bei der Suche nach einem Übernachtungsplatz sollte man darauf achten, in vorhandenen Spuren bzw. auf Schotterflächen zu fahren bzw. zu parken. Offroad Fahren abseits der Straßen und Pisten ist in Island streng verboten. Vor allem im Hochland kennen die Ranger keine Toleranz. D.h. möchte man im Hochland außerhalb eines Nationalparks frei übernachten bzw. eine Pause einlegen, sollte man möglichst nur auf ausgewiesenen Parkplätzen anhalten. Auf den langen Strecken wie z.B. der Sprengisandur gibt es nur wenige solcher Plätze.

Die bewirtschafteten Hütten im Hochland bieten Camping an, die Preise für Campen im Fahrzeug oder Zelten sind gleich. Die Zeltplätze sind oft auf steinigem Untergrund. Preisbeispiele, ISK pro Pers.: Geothermalgebiete an der Kjölurpiste: Hveravellir = 1200, Kerlingarfjöll = 1700. Einzige Hütte an der Sprengisandur: Nýidalur = 1200. Landmannalaugar = 1200, Dreki Hütte an der Askja = 1200

In den Nationalparks ist die Übernachtung nur auf den ausgewiesenen Campingplätzen erlaubt. Kosten für eine Nacht auf den Campingplätzen in Nationalparks z.B. im Skaftafell NP oder Þingvellir NP: 1500 ISK pro Person, Strom kostet 800 ISK extra.

Campingplätze auf Island

Auf der ganzen Insel verteilt gibt es in fast jedem Ort einen Campingplatz bzw. Zeltplatz, denn Zelten ist bei Touristen, die Island besuchen, trotz des wechselhaften Wetters sehr beliebt. Viele haben eine schöne Wiese für Zelte und sind neben den Sanitäreinrichtungen mit Küche und Aufenthaltsraum ausgestattet. Auf kleineren Zeltplätzen ist die Rezeption nicht ständig besetzt, es kommt morgens oder abends jemand zum Kassieren vorbei. Mancherorts gibt es sogar nur eine Box, in der man die Gebühr entrichten kann.
Eine kostenlose Ver- und Entsorgungsstelle für Wohnmobile gibt es oft beim örtlichen Zeltplatz. An vielen Tankstellen kann man problemlos Wasser auffüllen (bei den Autowaschplätzen). Einige große Campingplätze sind mit Waschmaschine und Trockner ausgestattet, die meisten bieten Strom für die Wohnmobile.

Preise: Auf den weniger frequentierten Plätzen zahlt man etwa 1000 – 1200 ISK pro Person, an touristischen Orten oft 1500 ISK, Strom zahlt man extra, etwa 600 ISK. An den N1-Tankstellen kann man eine Camping Card für 99,- Euro kaufen (www.campingcard.is). Viele Campingplätze über die Insel verteilt sind dem System angeschlossen, man kann beliebig oft übernachten und bezahlt nur eine geringe Gebühr vor Ort, etwa 150 ISK pro Fahrzeug.
Die Zeltplätze sind nur während der Saison von Anfang Juni bis Ende August geöffnet. Außerhalb dieser Zeit kann man die Plätze dennoch nutzen (gebührenfrei), die Räumlichkeiten und Sanitäranlagen sind dann aber meistens verschlossen.
Einige Beispiele, ISK pro Pers.:

Hvammstangi
Schön gelegener Zeltplatz oberhalb des Ortes = 1.200, Waschmaschine = 400 (aber kein Trockner)

Blönduós
Campingplatz direkt an der Ringstraße gelegen = 1000, Waschmaschine und Trockner frei

Akureyri
Campingplatz mitten in der Stadt = 1.100, Waschmaschine = 400, Strom = 700. Während der Ferienzeit der Isländer (etwa Mitte Juli – Mitte August) ist der Platz überfüllt und laut.

Hella
Campingplatz und Hüttenvermietung Southdoor (gegenüber der Tankstelle und Supermarkt) = 1.500, Strom = 500, Waschmaschine und Trockner frei

Reykjavik
Campingplatz eben dem Schwimmbad und der Jugendherberge im Nordosten der Stadt. (GPS: N 64° 8.801’ W 21° 52.636’) = 1.500, Strom = 800, Waschmaschine = 600, Trockner = 100 ISK für 10 Min.

Egilstaðir
Campingplatz nahe Netto-Supermarkt, 1.200 + 150 Tax, Strom = 800, Waschmaschine u. Trockner kosten extra

Landkarten – Reiseführer

An den Tankstellen und in den Tourist-Infos gibt es oft den Straßenatlas vom Verlag Kortabok, Maßstab 1:300.000, gutes Kartenmaterial. Detaillierter und in größerem Maßstab ist der Straßenatlas vom Verlag Ferðakort, Maßstab 1:250.000. Er kostet 4.690 ISK. (In gut ausgestatteten Touristenbüros oder in Reykjavik im Laden vom Verlag, Straße: Brautholti Nr. 8, nahe der Fußgängerzone in der Innenstadt oder bei Amazon. In diesem Atlas sind unbefestigte Straßen bzw. Wege als gelb gestrichelt eingezeichnet. Das heißt aber nicht, dass sie auch befahrbar sind. Oft sind es auch nur Wanderwege.)

Die Landkarten von den Verlagen Reise Know-How oder freytag & berndt, Maßstab 1:425.000, sind auch gut, allerdings sind die Pisten im Hochland teilweise nicht richtig eingezeichnet. Beispielsweise sind Fahrwege eingezeichnet, die aber nur Wanderwege sind. Manche befahrbare Pisten (ohne Nr.) fehlen auf den Karten. Teilweise sind die Karten nicht aktualisiert, z. B. nach Bau eines Staudammes.
Der Reiseführer vom Michael Müller Verlag (Autoren Willhardt u. Sadler) ist gut. Die kulturellen und historischen Angaben sind oft zu ausführlich, sodass man den Reiseführer mühsam durchforsten muss, um wichtige Hinweise zu entdecken. Auch für Wanderer ist er gut geeignet, da viele Wanderrouten detailliert beschrieben sind.

Einige Reiseziele Islands im Detail

Flugzeugwrack

Flugzeugwrack DC-3

Ein Flugzeugwrack (DC 3 von der US Army) am Lavastrand, westlich von Vik. GPS-Koordinaten: Abzweig von der Ringstraße: N 63° 29.471’ W 19° 21.802’, Wrack: N 63° 27.546’ W 19° 21.887’. Bis zum Wrack gute Piste, aber es ist Vorsicht geboten, im weichen Lavasand kann man sich leicht festfahren.

 

Gletscher in Island

Gletscher Snæfellsnes

Unbedingt zu empfehlen ist die Hochstraße Nr. 570 auf der Snæfellsnes Halbinsel, die bis dicht an den Gletscher heranführt und eine traumhafte Aussicht bietet. Sie ist etwa ab Mitte Juli geöffnet. Auch die Küstenstraße um den Gletscher herum ist lohnenswert, durch riesige Lavafelder, dick mit Moos bewachsen geht es zu Felsenküsten, die von vielen Vögeln als Brutkolonie bewohnt werden.

 

Eislandschaften am Jökulsalon

Jökulsárlón

Der Gletschersee Jökulsárlón, unterhalb einer Gletscherzunge des Vatnajökull gelegen, bietet ein fantastisches Naturschauspiel. Riesige Eisberge türmen sich auf und nach der Flut werden viele der Eisberge mit brausendem Getöse von der Strömung ins Meer getrieben. Bei Ebbe bleiben am Strand bizarre Gebilde aus Eis zurück. Der See liegt direkt an der Ringstraße, auf der westlichen Seite der Brücke kann man auf dem Parkplatz übernachten.

 

Der Aldeyjarfoss an der Str. 842 (Zufahrt zur Sprengisandur), etwa 40 km südlich der Ringstraße vom Goðafoss beeindruckt durch die Wände aus Basaltsäulen, er wird nur von wenigen Touristen besucht. Fährt man noch ein paar km weiter nach Süden, kann man an einem weiteren fotogenen Wasserfall schön campen.

 

Lavatunnel

Lavatunnel

Wer sich einen Lavatunnel ansehen möchte, dem empfehlen wir die Raufarhólshellir, sie befindet sich etwa 41 km südlich von Reykjavik an der Str. 39, 3 km nördlich der Kreuzung der Str. 38 u. 39. Eine Infotafel zeigt das Tunnelsystem. Es gibt vier Deckeneinbrüche, der Eingang ist unweit vom Parkplatz am südlichsten Deckeneinbruch. Am Höhlenanfang, bilden sich schöne Eisformationen. Weiter in die Höhle vorzudringen, ist wenig lohnenswert und mit viel Kletterei über rutschige, feuchte Lavabrocken verbunden.

 

Offroad Strecken in Island

GPS Offroad Reiseführer Island PistenkuhZu den legal befahrbaren Offroad-Strecken und sogenannten „nummernlosen Jeeptracks“ in Island haben wir einen GPS-Offroad-Reiseführer Islandzusammengestellt. Er enthält eine genaue Beschreibung, zudem alle Waypoints, Tracks und Routen als GPX-Format fürs NAVI zudem eine Karte von Reise-Knowhow und einiges mehr.

Offroad Impressionen Westalpen PistenkuhZum Einstimmen auf die faszinierende grün schwarze Insel gibt es einen Reisefilm Offroad Impressionen Island von uns.

Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

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