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Piste in Botswana
Südliches Afrika

Reise-Info Botswana

Stand: September 2008

Land und Leute

Wenig Leute und viel Wildlife. In Botswana fühlten wir uns mitten im afrikanischen Busch. Viele Tiere, vor allem Elefanten, und schöne afrikanische Buschlandschaft.
Botswana ist ein teures Reiseland, die Regierung steuert gezielt den Tourismus für Leute, die viel Geld für einen Afrikaurlaub ausgeben. Die Eintrittspreise für Nationalparks sind hoch, für eine Übernachtung in einer Lodge im Okawangodelta zahlt man zwischen 300 – 600 €. Für Individualtouristen bleibt wenig Raum. Genervt haben uns die Konzessionsgebiete (hauptsächlich in den Gebieten rund um die Nationalparks). Wild übernachten im Busch ist verboten und man ist gezwungen, auf eine der teuren Campsites zu gehen, die oft bei 120 Pula (ca.12 €) p. P. liegen.
Botswana gilt als eines der sichersten Reiseländer Afrikas, stabile Regierung und wenig Kriminalität. Aber der Grundsatz, wo viele Touristen sind, schleichen auch viele Diebe und Gauner rum, gilt auch hier.

Visum / Grenzformalitäten

Deutsche bekommen direkt an der Grenze eine Aufenthaltserlaubnis von einem Monat, die in den großen Städten beim Immigration-Office problemlos noch mal um 2 Monate verlängert werden kann. Fürs Fahrzeug ist eine Road-Tax von 120 Pula fällig.
Einreise: bei Ngoma-Bridge, dort gibt es keine Bank. In Katima-Mulilo (Namibia) kann man auf der Bank Pula eintauschen, (Pula sind nicht immer verfügbar), oder Umtausch in Kasane.
Veterinärkontrolle: Einfuhr von frischen Fleisch- und Milchprodukten ist verboten, (Kühlschrank wird kontrolliert), Fahrt durch ein Desinfektionsbad.
Ausreise: bei Pantamatenga nach Simbabwe. Obwohl hier keine Zollstation ist, wird das Carnet des Passages gestempelt.

Carnet des Passages

Namibia, Botswana, Südafrika, Lesotho u. Swasiland bilden eine Zollunion. Innerhalb dieser Zollunion wird das Carnet nicht gestempelt. Die Aufenthaltsdauer beträgt ein Jahr. Danach muss man entweder nach Angola, Sambia, Mosambik oder Zimbabwe (wenigstens für einen Tag) ausreisen und das Carnet abstempeln lassen.

Dieselpreis (September 2008): 1,00 € /Liter

Währung (September 2008): 1 Euro = 10 Pula

Veterinärkontrollen

an allen Grenzübergängen und auch innerhalb des Landes gibt es zahlreiche Veterinärzäune, (frische Fleisch- u. Milchprodukte vorher verstecken, strenge Kühlschrankkontrolle) z.B.: Maun – Nata, ca. 60 km hinter Maun, Nata – Pandamatenga: ca. 60 km hinter Nata (nur von Nord nach Süd), Nata – Francistown: Dukwe-Gate ca. 60 km hinter Nata, Maun – Ghanzi: Kuke-Fence, ca. 130 km hinter Maun

Chobe-Nationalpark

Eintritt: 120 Pula p. P. /Tag
Fahrzeuggebühren nach Gewicht: unter 3,5 t = 50 Pula, 3,5 – 7 t =1000 Pula, über 7 t =1500 Pula, (Wir haben unser Fahrzeug mit 6,9 t angegeben, notfalls einen gefälschten Fahrzeugschein dabei haben, wurde bei uns allerdings nicht kontrolliert.)
Camping: 30 Pula p. P. (Die Übernachtung muss vorher reserviert werden, wenn man Glück hat, bekommt man auch ohne Reservierung beim Eingangsgate einen Platz auf dem Camp zugewiesen. Ansonsten bleibt nur der Tagesbesuch. (Die Gebühren können auch in Euro, US-Dollar oder Rand gezahlt werden. Achtung, sehr schlechter Kurs!)

Achtung: Laut einem Aushang am Eingangsgate werden ab 01.01.2009 nur noch Vorbuchungen (über die Nationalparkbehörde in Maun) akzeptiert. Buchung für eine Nacht und Bezahlung der Gebühren direkt am Eingang ist nicht mehr möglich!

Die Eintrittsgebühren gelten auch für die anderen Nationalparks von Botswana außer dem Kgalagadi Transfrontier Park. Der ist auch für LKWs deutlich günstiger.

Einfahrt ab 6:00 Uhr, Ausfahrt am nächsten Tag bis ca. 10:00 Uhr.
Wir sind beim Gocha-Gate rein, Übernachtung in Savuti und beim Mababe-Gate raus gefahren. Das viel umschwärmte Savuti hat uns nicht sonderlich beeindruckt, außer einigen Elefantenbullen gab es wenig Tiere zu sehen. Nur um Wildlife zu sehen, macht die Strecke keinen Sinn, schon gar nicht bei den unverhältnismäßig hohen Gebühren für LKWs. Da hat wahrscheinlich die Chobe-River-Region bei Kasane viel mehr zu bieten. Für die Strecke Savuti – Mababe-Gate muss man für LKWs ca. 4 – 5 Stunden einplanen, die Strecke über Savuti-Marsch (östliche Route) ist nicht zu empfehlen, harte Piste mit vielen Löchern, nur sehr langsames Vorwärtskommen.

Kwai-River-Region zwischen Moremi-NP und Chobe-NP

Viel Wildlife (Löwen, Büffel, Elefanten, Flusspferde, Antilopen, Zebras, Leoparden) in einer romantischen Flusslandschaft. Afrika wie im Bilderbuch!
Das Gebiet ist Konzessionsgebiet und man muss eigentlich auf einer vom Kwai-Village eingerichteten Campsite übernachten. Dort gibt es weder Versorgungsmöglichkeiten noch sonstige Einrichtungen, maximal ein Baum, der etwas Schatten spendet. Dafür zahlt man 125 Pula p. P. (ca. 12,50 €), ein ungerechtfertigt hoher Preis.

Maun

gute Versorgungsmöglichkeiten, zwei Spar-Supermärkte, ein Shoprite, mehrere Internet-Cafes. Übernachtung: Sedia-Hotel, 4 km außerhalb Richtung Mababe, schöner Platz im großen Garten hinter dem Hotel, Strom, Wasser, Restaurant, für 20 Pula p. P. /Nacht.
(S 19° 57,176′ E 23° 28,692′)

Bains Baobabs im Nxai Pan Nationalpark

In diesem Park gelten die oben erwähnten Eintrittspreise. Allerdings muss man diese im ca. 37 km innerhalb des Parks gelegenen Scout-Camp zahlen. Ca. 18 km vor dem Camp geht es in östliche Richtung zu den Bains Baobabs ab. Gegenüber der Baobabs ist eine Campsite eingerichtet, die Übernachtung kann man im Scout-Camp buchen. (Wir haben eine Nacht dort übernachtet, ohne vorher im Scout-Camp den Eintritt usw. zu bezahlen). Allerdings wird das vermutlich in Zukunft nicht mehr möglich sein, da zur Zeit direkt an der Hauptstraße neue Gates zum Park gebaut werden.
GPS-Koordinaten:
Abzweig von der Hauptpiste im Park zu den Bains Baobabs: S 20°04,23′ E 24° 40,33′
Campsite gegenüber der Baobabs: S 20° 07,080′ E 24° 45,895′

Kubu-Island

Die Strecke von Gweta über die Ntwetwe Pan nach Kubu-Island ist für große Fahrzeuge nicht geeignet. Hinter Gweta geht es erst mal ca. 20 km durch dichtes Busch- und Strauchwerk, die Piste ist sehr schmal und am Ortsrand von Gweta schwer zu finden. Das Stück über die Salzpfanne, wo man schnell fahren kann, ist nur ca. 30 km lang. Viel schöner ist die Strecke von Nata an der Sowa-Pan entlang. Die recht gute Piste ist wenig befahren und führt durch schöne Savannenlandschaft mit Ausblick in die Salzpfanne.
In Kubu-Island wird ein Tageseintritt von 55 Pula p.P. verlangt. Die Übernachtung auf der Campsite ohne jegliche Versorgung kostet 75 Pula p.P. Wir waren von Kubu-Island etwas enttäuscht. Zum einen handelt es sich nur um eine Halbinsel in der Salzpfanne, wo es Felsen und ein paar skurile Baobabs zu sehen gibt und zum anderen finden wir die Preise unverhältnismäßig hoch.
Achtung: Im Umkreis um Kubu-Island kann man abseits der Pisten in der Sowa-Salzpfanne einbrechen, da diese auch während der Trockenzeit nicht ganz austrocknet.

GPS-Koordinaten:
Eintritt der Piste von Gweta in die Ntwetwe Pan: S20° 25,56′ E 25° 21,58′
Tswagong-Veterinär-Gate: S 20° 45,80′ E 25° 44,33′
Abzweig vom Tswagong-Gate zur östlichen Piste nach Nata: S20° 42,80 E 25° 47,06′
Kubu-Island: S 20° 53,77′ E 25° 49,45′

Kgalagadi Transfrontier Park

Eintritt: 20 Pula p. P., 4 Pula für Fahrzeug (PKW u. LKW), 30 Pula p.P. für Camping.
D.h. für ein Fahrzeug mit 2 Pers. zahlt man 104 Pula (ca. 10 €) pro Tag.
Die Buchung haben wir per E-Mail mit der Hauptverwaltung in Gaborone durchgeführt. In Two Rivers hat man unsere Buchung mit der Hauptverwaltung noch mal abgestimmt und wir konnten hier die Gebühren bezahlen. (In Pula, Rand, Euro oder US-Dollar, wobei die Auslandswährungen zu einem schlechten Kurs abgerechnet werden.) Wenn man über den Park in ein anderes Land ausreisen möchte (z.B. von RSA nach Botswana), kann man in Two Rivers die Grenzformalitäten erledigen.

Der Park ist mit Abstand preiswerter als alle anderen Nationalparks Botswanas. Allerdings sieht man hier auch nur sehr wenige Tiere. Auch die typische Kalahari-Landschaft (sandige Dornbusch- und Strauch-Savanne) ist recht eintönig. Die Strecke von Nossob nach Mabua Sehube ist 158 km lang, teilweise sehr sandig aber mit Allrad problemlos zu bewältigen. Es gibt zwar auch ein paar Dünenüberquerungen, aber es gibt kein rötliches Dünenmeer, wie es der Hupe-Reiseführer beschreibt. Die Dünen sind alle mit Sträuchern bewachsen und stellen nichts besonderes dar. Auch in den Salzpfannen der Mabua Sehube-Sektion haben wir nur sehr wenige Tiere gesehen. (10 Gnus, 2 Oryx, Schakale, Löwenspuren). Für uns war dieser Park nicht besonders lohnenswert.

Hauptsache unterwegs! Mit dem ersten Sonnenlicht aufwachen, nicht wissen, wem wir heute begegnen und wo wir abends ankommen.

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