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Busbahnhof in Dakar
2020 Mali - Guinea

Reise-Info Senegal

Der Vollständigkeit halber zu unserer Westafrika-Reise kurz die Reise-Info Senegal für Selbstfahrer.

Visum/Einreise

Deutsche Staatsangehörige benötigen kein Visum, es wird eine Aufenthaltsgenehmigung von 90 Tagen gewährt, ein Reisepass ist erforderlich.

Von Mauretanien nach Senegal gibt es zwei Grenzübergänge.

Bei Diama überquert man den Senegalfluss über einen Damm, offizielle Gebühr 10 Euro.

Die zweite Möglichkeit ist Rosso, dort verkehrt täglich eine Autofähre. Da für die Überfahrt utopische Fährpreise ausgerufen werden und es keine offizielle Gebühr gibt, ist unbedingt die Einreise über Diama vorzuziehen. Auch die Grenzformalitäten gestalten sich in Diama um einiges unkomplizierter und geordneter.

Einreise Senegal, Carnet des Passages

Zum Thema Carnet des Passages gibt es öfter widersprüchliche Aussagen von anderen Reisenden, hier noch man die Klarstellung: Grundsätzlich ist für die temporäre Einfuhr eines Fahrzeuges nach Senegal ein Carnet des Passages erforderlich.

Es gibt immer wieder Reisende, die es ohne Carnet probieren, um sich die Gebühren und die Hinterlegung der Kaution zu sparen. Versucht man, ohne Carnet einzureisen, ist an der Grenze mit langen Wartezeiten von 1-2 Tagen zu rechnen. Trotz hartnäckigen Verhandlungen wird eine Gebühr von mindestens 250 Euro (oder mehr) fällig.

Für die Einreise von Mauretanien nach Senegal gilt für Fahrzeuge über 3,5 t, älter als 8 Jahre folgende Regel:
Es wird an der Grenze ein Passavant mit der Gültigkeit von 48, manchmal auch 72 Std. ausgestellt. Innerhalb dieser Frist muss man in Dakar beim Zollamt das Carnet des Passages stempeln lassen.

Siehe hierzu auch das Merkblatt des Auswärtigen Amtes:
https://dakar.diplo.de/blob/1987124/9dd27acb91d574ca9cb267b014c74fa0/info-deutsche-service-einfuhr-pkw-sen-gmb-data.pdf

Einreise Senegal von Mali oder von Guinea:

Kommt man von Süden her, wird direkt an der Grenze das Carnet gestempelt. Die oben erwähnte Regel scheint nur für die Einreise von Mauretanien nach Senegal zu gelten. (Offizielle Informationen gibt es hierzu nicht.)

Grenzübergang Mali/Senegal bei Moussala: Es befindet sich ein Zollbüro an der Grenze, die das Carnet des Passages abstempelt.
Gleiches gilt vermutlich für den Hauptgrenzübergang Guinea/Senegal auf der Strecke Koundara-Tambacounda.

Nebenroute von Guinea nach Senegal über Mali-Ville, Einreise bei Segou: Dort befindet sich nur ein Posten der Gendarmarie, das Carnet kann man in Kedougou stempeln lassen. Siehe auch „Die härteste Piste Afrikas“.

Auch wenn man von Gambia nach Senegal einreist, scheint die obige Regel nicht zu gelten, das Carnet wird direkt bei der Einreise gestempelt.

Reise-Info Senegal: KFZ-Versicherung

Für fast alle westafrikanischen Länder kann man eine einheitliche Haftpflicht-Versicherung für das Auto abschließen, die sogenannte „Carte Brune“. In Diama befindet sich ein Versicherungsbüro an der Grenze. In Nouakchott ist die Carte Brune nicht mehr erhältlich.

(Wir haben die Versicherung in Kayes, Mali abgeschlossen und für zwei Monate eine Gebühr von 80.000 CFA (124 Euro) gezahlt).

Straßen/Verkehr

Im Unterschied zu Mali und Guinea befinden sich die Haupt-Verbindungsstraßen weitestgehend in einem guten Zustand. Im Januar 2019 wurde die neue Brücke über den Gambia-Fluss bei Farafenni eröffnet, sodass man nun auch zügig ohne Fähre und lange Wartezeiten in den südlichen Teil Senegals kommt. (Für die Brücke wird eine Gebühr erhoben. Das Visum für Gambia wird an der Grenze ausgestellt.)

Reise-Info Senegal: Korruption auf der Straße

Die senegalesischen Polizisten im Land sind bei Afrikafahrern berühmt-berüchtigt für ihre Abzocke. (Polizeiposten befinden sich an großen Kreuzungen oder Abzweigungen oder an den Einfallstraßen in die großen Städte.)

Die vorgeschriebenen zwei Feuerlöscher und zwei Warndreiecke vorzeigen zu müssen, ist die harmloseste Variante. Entweder hat man nicht geblinkt oder man hat nicht ordnungsgemäß vor dem Stoppschild angehalten oder es werden „technische Mängel“ am Auto festgestellt bzw. erfunden. Utopische Strafgebühren, oft in Euro und nicht in der  Landeswährung, werden aufgerufen.

Die Polizeiposten im Senegal sind die härteste Schule, hier lernt man Geduld und Geschick im Umgang mit der Korruption auf der Straße, sofern man nicht zahlen möchte. Jeder Overlander hat da die abenteuerlichsten Geschichten auf Lager.

Laut neuesten Berichten von anderen Reisenden soll sich das deutlich gebessert haben. Oft wird man durchgewinkt oder es werden nur kurz die Papiere geprüft.

Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

This article has 1 comment

  1. Peter Lenzen

    Hallo ihr,
    das Passavant bei der Einreise i. Diama hat man 2011 auch für unter 3,5 t gebraucht und mit verhandlung bis 72 h, das dumme nur wir sind Freitag Vormittag eingereist und der Zoll in Dakar hat eben am WE geschlossen aber am selben Tag noch Dakar zu erreichen war eigentlich nicht möglich. Also sind wir Montag Morgens um 03:00 aus der Zebrabar gestartet um nicht in Kontrollen zu kommen da ja das Passavant Montag’s schon nicht mehr gültig war und haben es kurz vor Mittag bis a.d. Zoll in Dakar geschaffft !

    Beste Grüße PIT

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