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Naturbrücke in Mali
2020 Mali - Guinea

Naturbrücke in Mali: L’Arche de Kamadjan

Naturbrücken sind immer ein besonderes Highlight einer Offroad-Reise. Die Naturbrücke in Mali, der L’Arche de Kamadjan ist eines der imposantesten Naturphänomene  in dem Gebiet und schon eine eigene Reise wert.

Auf dem Weg von Bamako zur Grenze nach Guinea sind wir auf erstklassiger Asphaltstraße unterwegs. Wir genießen das sanfte Dahingleiten des Steyr, so kommt es uns jedenfalls vor, nach den holprigen Pisten und Schlaglochstraßen, die hinter uns liegen.

Schon seit Tagen liegt die Landschaft im Dunst, verursacht durch den Harmattan, jener Passatwind der Sahara, der von Dezember bis März von Nordosten durch Westafrika weht und jede Menge Staubkörnchen transportiert.
Mit den Augen suche ich nach Besonderheiten in der Landschaft, wir fahren entlang einer Falaise.
„Schau mal dort oben, ist dort eine Naturbrücke?“, kaum ausgesprochen, sehe ich ein Schild an der Straße: Site touristique Kamadjan, 4 km.
„Komm, die gucken wir uns mal an, Guinea kann warten“, meint Burkhard. Tine und Michael, die uns mit ihrem Unimog begleiten, haben wir schnell überredet.

Wir sind im Ort Siby, etwa 50 km südwestlich von Bamako und folgen der Piste durch das Dorf bis wir bei der Schule vor einer Schranke stehen. Es scheint gerade Pause zu sein, Kinder spielen fröhlich auf dem Schulhof, der Lehrer kommt zu unserem Auto.

Das Gebiet ist ein Naturpark, der Eintritt kostet  2.000 CFA pro Person, klärt er uns auf.
Wir vereinbaren, uns die Naturbrücke mal anzuschauen, und wenn wir dort einen schönen Platz finden, wollen wir über Nacht bleiben.
Über eine steile, ruppige Piste erklimmen wir mit unseren Fahrzeugen die Falaise, links biegt ein unscheinbarer Weg Richtung Naturbrücke ab, die jetzt in unserem Blickfeld liegt.

Naturbrücke in Mali

Ein lohnendes Ziel: Die Naturbrücke L’Arche de Kamadjan

Ein ebener Platz mit Aussicht auf den Felsenbogen findet sich auch. Im späten Nachmittagslicht sind wir zu Fuß unterwegs und entdecken weitere Naturbesonderheiten bei dem Felsengebilde, eine imposante Grotte und einen Felsvorsprung wie eine riesige Plattform, mit weitem Blick in die Ebene, wenn es nicht so dunstig wäre.

Felsenlabyrinth

Felsenlabyrinth in Mali

Zurück beim Auto kommt der freundliche Lehrer von heute Mittag mit seinem Mofa angefahren. Beim Smalltalk zeigt er uns Bilder von seinem Handy, zu sehen ist seine Freundin, die an einem Wasserfall in einem Felsenpool schwimmt. Begeisternd und dürstend nach einer erfrischenden Abkühlung fragen wir, wo sich der Naturpool befindet. „Nur 15 Kilometer nördlich von hier, für eure Autos kein Problem“, meint er. Auf dem iPad entdecke ich einen POI: „Wasserfall Site Djéni“, das muss er sein.

 „Und du warst gestern dort?“, frage ich noch einmal nach, da ich kaum glauben kann, dass jetzt, in der Trockenzeit, dort noch so viel Wasser sein soll.
„Ja gestern, und wir waren ganz alleine dort – très tranquille.“
Jetzt ist Tine Feuer und Flamme: “Die Grenze nach Guinea hat übermorgen auch noch auf, lass uns erst noch den Badepool anschauen.“

Wir zahlen dem Lehrer 5.000 CFA pro Fahrzeug für die Übernachtung, er stellt uns eine Quittung aus und meint:“ Wir können bleiben so lange wir wollen.“
Nach holpriger Pistenfahrt erreichen wir einen Platz oberhalb des Wasserfalls. Etwas Kletterei über Felsen und schon springen wir in das kalte, glasklare Wasser, ein Traum.

Baden im Naturpool mit Wasserfall-Dusche.

GPS-Koordinaten Naturbrücke in Mali:

Abzweig von der Hauptstraße bei Siby: N 12° 22,640‘ W 8° 20,535‘
L’Arche de Kamadjan: N 12° 22,729‘ W 8° 21,665‘

Wasserfall mit Naturpool Site Djéni: N 12° 28,252‘ W 8° 22,152‘

Eine interessante Möglichkeit zur Einreise nach Mali findest du hier. Einreise Mali

Hauptsache unterwegs! Mit dem ersten Sonnenlicht aufwachen, nicht wissen, wem wir heute begegnen und wo wir abends ankommen.

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