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Land Rover Defender mit Alu-Cab Hubdach
Der lila Pistenlandy

Alu-Cab Hubdach

„Wie zufrieden seid ihr mit eurem Alu-Cab Hubdach auf dem Defender?“

Die Antwort in Kurzform: Der Preis für das Alu-Cab Aufstelldach „Icarus“ ist ziemlich hoch, aber der Nutzen und die Qualität ebenso. Daher kann ich das Dach uneingeschränkt empfehlen.
Nun etwas ausführlicher:

Bodenzelt

Strada della Cucca

Freies campen in den Alpen

Die preiswerteste Art des Übernachtens für Abenteurer bietet das Bodenzelt. Mit einem Zelt von Vaude waren wir 8 Wochen in den Alpen unterwegs. Oft habe ich geflucht, wenn der Untergrund nicht so war, wie ich ihn gerne gehabt hätte. Hat man auf der Wiese einen ebenen Platz für’s Zelt gefunden, liegt ausgerechnet dort Schafsscheiße oder der Boden ist so steinig, dass kaum ein Erdnagel einzutreiben ist. (Zum Glück braucht unser Bodenzelt nur bei starkem Wind eine Befestigung). Wurzeln, die einem durch die Isomatte in die Rippen drücken, nerven genau so wie Kuhlen und spitze Steine.

Dachzelt

Expeditionsmobil mit Dachzelt

Expeditionsmobil mit Dachzelt

Teurer aber schon mal ein großer Schritt Richtung Schlafkomfort ist ein Dachzelt. Einfach das Fahrzeug auf eine ebene Fläche parken, Dachzelt aufstellen und schon kann das Schlafgemach bezogen werden. Ob das Auto auf Kuhmist, dicken Wurzeln oder auf spitzem Lavagestein steht, ist einem ziemlich egal. Das Aufstellen des Dachzeltes geht nach 3-4 Tagen, wenn jeder Handgriff sitzt, innerhalb weniger Minuten.

Hubdach

Konzipiert für Offroad-Reisen in Wälder und Berge

Ein Hubdach bringt gegenüber dem Dachzelt weitere Vorteile. Die Fläche auf dem Dachgepäckträger, auf dem sonst das Dachzelt transportiert wird, steht wieder für anderes Gepäck zur Verfügung. Schlafsäcke, Kissen etc. können auch im eingeklappten Zustand im Dach verbleiben, so dass im Fahrzeuginneren etwas mehr Ordnung und Platz bleibt.

Mehr Wohnraum durch Klappdach.

Der größte Vorteil des Aufstelldachs ist jedoch, dass man mehr Wohnraum im Fahrzeug gewinnt, zumindest bei den Klappdachmodellen bei denen man die Schlaffläche ebenso nach oben klappen kann. Dadurch ist es möglich, sich bei schlechtem Wetter im Fahrzeug aufzuhalten.
Das Hubdach von Alu-Cab ist innerhalb von Sekunden aufgestellt und auch am Morgen schnell wieder zusammen geklappt. Dieser Vorteil gegenüber Dachzelten kommt besonders bei Starkregen zum Tragen, wenn man Schlafsäcke und Kissen nicht erst noch ins Zelt tragen muss.

Das Alu-Cab Hubdach „Icarus“

Aufstell- oder Klappdächer für den Land Rover Defender gibt es von vielen Herstellern. Da man das Dach beim Defender relativ einfach abschrauben kann, wird häufig das Originaldach wieder als Dachschale verwendet. So bleibt die typische Optik mit dem markanten, seitlichen Dachfenster erhalten und es spart Kosten. Blöderweise sind genau diese Dachfenster häufig undicht.
Beim Alu-Cab Klappdach wird auch die Dachschale neu gefertigt. Dies hat den großen Vorteil, dass das Dach wirklich dicht ist. Das Design des Daches von Alu-Cab ist der original Land Rover Form angepasst, so dass die Defender typische Silhouette erhalten bleibt.

Alu-Cab Hubdach

Das Alu-Cab Hubdach wird von außen geöffnet, verschlossen und verriegelt.

Im Vergleich zu anderen Dächern wird das Alu-Cab Dach von außen verriegelt. Bei einer Innenverriegelung wäre der Aufenthalt im Freien bei Starkregen nochmals deutlich verkürzt. Ein kleiner Nachteil des Alu-Cab Daches. Ebenso ist die (immerhin vorhandene) Dachrinne nicht optimal konstruiert. Man merkt, das Dach kommt aus Südafrika, wo die Regentauglichkeit nicht den Stellenwert hat wie in Nordeuropa. Bei Regen wird das ablaufende Wasser nicht auf die Windschutzscheibe geleitet, sondern die Regenrinne endet vorne und das Wasser fließt seitlich am Fahrzeug runter. Öffnet man die Fahrer- oder Beifahrertür, fließt das Wasser in den Fußraum. Da könnte man nachbessern. Allerdings ist diese Kleinigkeit schon der größte Konstruktionsmangel, den ich bisher an unserem Dach feststellen konnte.

Die mitgelieferte Matratze ist etwas dünn, aber im Dach ist genügend Platz, um diese durch eine dickere Matratze zu ersetzen und dennoch würde genug Platz für Schlafsäcke, Kissen etc. im Dach verbleiben. Die Dachschale ist isoliert, der Seitenwandstoff so dick, dass er auch eine spürbare Isolationswirkung hat und es in kühlen Nächten im Bett relativ warm bleibt.

Einige Reisende haben das Brett, auf dem die Matratze liegt, gegen einen Lattenrost getauscht, weil es durch Feuchtigkeit zu Stockflecken an der Matratze kam. Bisher haben wir dieses Problem nicht festgestellt.
Die Leseleuchten im Dach sowie die Raumbeleuchtung, die unter dem Dach angebracht ist, besteht aus LED-Leuchten mit einer kalten Farbtemperatur. Ein etwas wärmerer Farbwert wäre schöner.

Im Alu-Cab Hubdach ein Gefühl wie draußen schlafen

Bei dem Alu-Cab Hubdach lassen sich sowohl die Seitenteile als auch das Heckteil großflächig öffnen. Dabei kann man je nach Bedarf nur den Stoff öffnen und das Moskitonetz geschlossen lassen oder komplett öffnen. Der Vorteil dieser großen Öffnungen zeigt sich in Wüsten und Tropen. Stoffe, Netze und die Verarbeitung machen einen hochwertigen Eindruck.

Viel Frischluft durch die große zu öffnende Flächen an drei Seiten.

Das Hubdach ist aus 2 mm Alublech gefertigt, mit dem Verstärkungsrahmen erhöht sich das Fahrzeuggewicht um netto 70 kg. (Gewicht des neuen Daches abzüglich Gewicht des original Defender Daches). Die Fahrzeughöhe nimmt um 18 cm zu.

Auf Waldstrecken ist eine zu hohe Fahrzeughöhe manchmal problematisch.

Auch bei Starkregen alles dicht

Hubdach im Regen

Dauerregen in Rumänien, im Inneren bleibt alles trocken.

Im Regen ist das aufgestellte Dach absolut dicht. Nicht nur bei Dauerregen über Tage, sondern auch bei Starkregen mit Sturm und Windgeschwindigkeiten, die das Auto ganz schön durchrütteln.
Bei starkem Sturm hat der große Öffnungswinkel des Daches, der sonst ein großes Raumgefühl im Fahrzeug gibt, einen Nachteil. Aufgrund der damit verbundenen großen Seitenflächen ergibt sich ein großer Hebel, der das Fahrzeug – zumindest unseren Defender mit relativ weicher Federung – ordentlich schwanken lässt.

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Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

This article has 5 comments

  1. Karl Rühl

    Moin moin Burkhard, wie wird bei eurem Dach eine Zuladung kompensiert?
    LG Carlo

    • Burkhard Koch

      Hallo Karl,

      es gibt für das Alu-Cab Hubdach stärke Aufsteller.
      Wir haben jedoch die Originalen.
      Die Bergeboards und das Feuerholz transportiere ich weit vorne, der Benzinkanister ist leer und nur Fotodeko.
      Das Hochdrücken kostet jetzt etwas Kraft. Wenn das Dach aufgestellt ist, bleibt es auch bei relativ starkem Wind von vorne offen. Ich habe zumindest noch kein Wind erlebt, der es zugedrückt hätte.
      (Aber ich war damit auch noch nicht in Patagonien).

  2. Marcelo

    Hallo Burkhard,

    habt ihr euren LKW verkauft?

    VG,

    Marcelo

    • Burkhard Koch

      Nein, wir haben seit drei Jahren einen Defender für Reisen in die Berge und Wälder.
      der Steyr ist die Wohnung und für Reisen, bei denen wir länger als 3 Monate unterwegs sind.

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