Warenkorb

Blog

Wir sind in Spanien

Die Fahrt durch Frankreich war problemlos. Wir nutzen hauptsächlich die mautfreien Land- und Fernstraßen. Auf den ersten Blick wird die Maskenpflicht und auch der Mindestabstand im Supermarkt lockerer gehandhabt als in Deutschland.

Während der Fahrt über Land fand ich hinter einer Autowerkstatt einen alten Simca, der langsam vor sich hin rottet. Wieder ein schönes Bild für mein Album mit „Schrottautos“.

Schrottauto am Wegesrand in Frankreich.

 

Endlich können wir Heizung und Scheibenwischer ausschalten.

Die Einreise nach Spanien über die Autobahn war ebenso problemlos möglich. Der Fernverkehr rollt ohne Einschränkung. Das autonome Gebiet Navarra ist seit mehr als einer Woche abgeriegelt, der Transit auf der Schnellstraße war ohne Probleme und ohne Kontrollen möglich.

Ab heute den 30.10.2020 gibt es in einigen Regionen einen Lockdown bis zum 2.11. und manche auch bis zum 9.11.2020. Inwieweit ein Transit auch durch die Regionen möglich ist, die ab heute ihre Grenzen abriegeln wollen, ist schwer zu sagen.

Polizei haben wir gestern kaum gesehen.

Wir haben uns einen ruhigen Platz am Rand eines Wäldchens gesucht, nur umgebend von Feldern, und werden die Tage abwarten. Nach dem Lockdown fahren wir weiter in unser vorläufiges Zielgebiet, die Extremadura.

Unser Platz für den Mini-Lockdown. Für rund 20 Tage sind wir autark.

Leider muss ich jene enttäuschen, die schon auf Reiseberichte warten. Es wird keine Berichte geben, weil wir nicht reisen.
Unser Ziel ist nicht, in Spanien umher zu reisen, sondern relativ ortsfest zu überwintern.
Wir haben das Gebiet der Extremadura gewählt, weil dieses Gebiet dünn besiedelt ist und wir so die Chance haben, möglichst keinen Kontakt zur Bevölkerung zu haben. Das Klima ist trocken und warm, der eigentliche Grund der Reise. Zudem sind wir von hier auch schnell in Portugal.
Ansonsten werden wir uns kaum bewegen. Unsere Vorräte reichen für 15-20 Tage und so werden wir auch nur alle 14 Tage einen Ortswechsel mit Einkauf und Wasser auffüllen durchführen und so weniger Kontakt zu Menschen haben als in Deutschland.

Wer sich ebenfalls mit einer Fahrt nach Spanien beschäftigt, für den ist der nachfolgende Link vielleicht nützlich. Er zeigt die Lage der Pandemie im Land und aktuelle Maßnahmen.

https://global-monitoring.com/gm/page/events/epidemic-0001934.uXmRZechToI0.html?lang=de

Bleibt gesund und kommt gut durch die dunkeln Tage.

Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

This article has 7 comments

  1. Tommy Rönnberg

    Interessant!
    Wie seid Ihr denn von Rumänien aus nach Frankreich und weiter nach Spanien gekommen? Über Deutschland, habt Ihr da quasi Auto getauscht?
    (Mein Sohn steckt gerade in Griechenland quasi fest, weiß nicht recht, wie es bei ihm weiter geht …)
    Dunkle Zeiten für Reisende, wirklich!
    Euch eine angenehme Überwinterung!

    • Susanne Klossas

      Hallo Tommy,
      Wo steckt dein Sohn fest in Griechenland?
      Wir sind im Moment auf dem Peloponnes und haben bisher noch keine Einschränkungen.
      Haben wir was verpasst?
      Grüße Susanne

      • Tommy

        Sie sind im Norden, nahe der türkischen Grenze. – Gestern hat wohl die griechische Regierung beschlossen, das Land in zwei Zonen einzuteilen, in der stärker betroffenen Zone (Athen und gesamter Norden) wird ab Dienstag alles dichtgemacht. – Dafür sind die lokalen Lockdowns nicht mehr relevant, innerhalb der „Nord-Zone“ kann man sich nun wieder frei bewegen.
        Man wird sehe, wie es weitergeht. Eventuell wird es schwierig, von der „downgelockten“ Nord- in die Südzone zu kommen. Eventuell müssen sich die beiden in irgendeine Art von Quarantäne begeben. – Immerhin habe sie kein akutes Zeitproblem – die Reise ist angelegt bis 30.09.21 …

    • Burkhard

      Hallo Tommy,

      ja, wir sind von Rumänien aus nach Deutschland und haben das “Sommerauto” gegen das “Winterauto” getauscht und dann weiter nach Frankreich bzw. jetzt Spanien.
      Steckt dein Sohn mit einem Fahrzeug in Griechenland fest?
      Die Fähre nach Italien müsste doch funktionieren, oder?

      Lieben Gruß aus Spanien
      Burkhard

  2. Susanne

    Liebe Sabine, lieber Burkhard,

    wie warm ist es und wieviel Feuchtigkeit hat die trockene Estremadura wo ihr seid?
    Ich bin auf der Suche nach trockenem Klima zum Überwintern, das mit dem Auto gut erreichbar ist.
    Für meine Knochen ist die Feuchtigkeit Gift, wie ich sie hier, nach meinem Umzug von München in den Schwarzwald erlebe, als subtropisches Feuchtklima, mit viel Nebel.
    Vielleicht habt ihr durch eure Erfahrungen ein paar Hinweise für mich, außer Gran Canaria, etc.

    Alles Gute für eure Zeit in der Estremadura, mit herzlichem Gruß
    Susanne

  3. Christa & Rainer

    Hejsan!
    Wir wünschen euch einen angenehmen Aufenthalt in Spanien, besonders, daß euch die Behörden in Ruhe lassen. Wie wir gehört haben, sind ja wohl die Spanier noch verrückter als die Deutschen mit der Coronahysterie. Wir sind jedenfalls froh, in Schweden zu sein. Hier ist alles etwas gemäßigter.
    Grüßt bitte unsere Kraniche, die ja auch in der Extremadura überwintern.
    Herzliche Grüße aus Schweden
    senden euch
    Christa & Rainer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.