Kaffee trinken in der Sonne Marokkos
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Endlich Marokko

Endlich wieder in Marokko. Wir genießen die warme Sonne, den frisch gepressten Orangensaft und natürlich Minztee und Milchkaffee. Heute morgen mussten wir jedoch ganz schön lange suchen, bis wir ein schönes Cafe gefunden hatten, das farblich zu uns passt. Hier fühlen wir uns wohl.
Marokko hat sich jedes Mal verändert, wenn wir wiederkommen. Neue Teerstraßen, moderne Supermärkte auch im Süden, beispielsweise in Errachidia. Irgendwie praktisch, nicht mehr im Souk einkaufen zu müssen, aber auch ungewohnt. Wen es stört, der kann ja den Supermarkt ignorieren und dennoch sein Fleisch im Metzgerviertel kaufen, wie früher.

Der König hat die Plastiktüten abeschafft

Und noch etwas fällt uns diesmal ganz besonders auf: Es gibt keine Plastiktüten mehr. Nicht auf dem Souk und nicht im Supermarkt. Der König hat den allgegenwärtigen Plastikbüschen den Kampf angesagt und die Plastiktüten abgeschafft. Es gibt, wenn überhaupt, nur noch Papiertüten, die Herausgabe oder Benutzung von Plastiktüten steht unter Strafe. Jeder bringt seine Einkaufstasche mit und siehe da, es geht auch ohne.

“Den Plastiktüten trauere ich nun wirklich nicht hinterher, aber wenn ich eines Tages morgens nicht mehr vom Esel geweckt werde, der Laute von sich gibt als hätte seine letzte Stunde geschlagen, dann vermisse ich was”, sagt Sabine zu mir und grinst.

Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

Dieser Artikel hat 2 Kommentare

  1. Dirk

    Das ist ja mal eine Gute Nachricht mit den Plastiktüten.
    Bei unserer Reise 2012 lagen die überall herrum und wurden hier und da einfach abgefackel.
    Freie mich schon auf den nächsten Besuch in Marokko um mir das gnaze mal seben anzusehen,
    wünsche Euch weiterhin viel Freude Erfahrungen auf Euren Reisen.
    Gruss aus Bremen Dirk

  2. Jan

    Mittlerweile (März 2017) gibt es hier und da auch wieder Plastiktüten. Wir kaufen eh immer im Körbchen oder Stoffbeutel ein, aber als wir von dieser Maßnahme des Königs erfuhren, fühlten wir uns noch bestärkter darin, Plastiktüten nicht nur abzulehnen sondern dies mit den Worten “plastic no good” respektive “pas bon” zu ergänzen. Die reaktion war verständnisvolles bis leicht beschämtes Schmunzeln der Händler und so erfuhren wir auch, warum nach einer kurzen Phase die Plastiktüten wieder einzug hielten: Sie sind für die Händler einfach viel günstiger als die alternativen Stoffbeutel mit selbem Schnittmuster. Papier gab’S hin und wieder, aber eher selten. Alles in Allem scheint der Plastikmüll jedoch immernoch weit unter der Menge zu liegen, die er vor dem Verbot hatte.

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