Islandpferde
Island

Salzheringe für Islandpferde

„Ach, ich würde so gerne mitkommen, der Islandpferde wegen, sie sind mein Traum.“ Sagte Barbara beim Abschied, als wir nach Island aufbrachen. „Leg schon mal deine Garage mit Stroh aus, ich bring dir eins mit.“ „Oh, das wäre schön, aber wenn es nicht klappt, dann mach wenigstens ein schönes Bild für mich.“ „Das sollte wohl nicht so schwer sein.“

Gencode der Islandpferde ist unverändert

Wir müssen nicht lange fahren, um die ersten grasenden Islandpferde zu sehen. Jene robusten, kleinen Pferde, die mit den ersten Siedlern um 874 die Insel erreichten. Heute leben rund 80.000 der reinrassigen, langmähnigen Pferde, teils halbwild auf der Insel am nördlichen Polarkreis. Es hat nie andere Pferde hier gegeben, schon um 1000 n.Chr. hatten die Wikingernachkommen ein Importverbot für Pferde beschlossen und so ist der Gencode unverändert geblieben. Selbst ein Islandpony, das einmal die Insel verlassen hat, darf nicht mehr zurück. Das macht internationale Reitmeisterschaften für Isländer extrem schwierig. Austragungsort wird nie Island sein, denn die Pferde der Mitbewerber dürfen nicht auf die Insel und die eigenen Reitpferde, einmal zu einem Wettbewerb ausgeführt, dürfen nicht mehr zurück. Also reist man nur mit drittklassigen Pferden zu den Wettbewerben und lässt das Pferd dann einfach stehen bzw. verhökert es.
Barbara ist mit ihrer Liebe zu Islandpferden nicht allein, rund 30.000 Islandpferde leben inzwischen auf den Weiden in Deutschland. Oder sind sie alle nach Reitturnieren dort stehen gelassen worden?

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Was ist in der Tasche?

Bei den hohen Preisen von bis zu 100.000 Euro für ein Pferd wird es wohl nichts mit dem Souvenir für Barbara. Ich werde mir noch eine Ausrede einfallen lassen, will ja nicht sagen, dass es am Preis gescheitert ist. Aber dann wenigstens ein Foto.
Und das ist nicht so einfach. Die halbwilden Islandpferde sind scheu, lassen mich mit der Kamera nicht nah genug heran. Ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust, mich wegen einem Pferd stundenlang auf die Lauer zu legen. Bei einer Wanderung dann das große Glück. Die kleine Herde bemerkt uns nicht, grast einfach weiter, während ich mich mit der Kamera nähere. Für ein gutes Bild bin ich noch zu weit weg, noch ein paar Schritte näher. Shit, ich werde entdeckt, doch diesmal rennen die Pferde nicht im Galopp davon, sondern auf mich zu. Was soll ich tun? Davon laufen? Mich auf den Boden werfen? Einfach stehen bleiben? Viel Zeit zum Überlegen bleibt nicht, nur wenige Sekunden und der Hengst stoppt einige Zentimeter vor mir.

Mit dem Maul stupst er mich an. Ich klopfe seinen Hals und streichele seine Wangen. Sobald ich aufhöre, stupst er mich wieder an. Für ein gutes Foto bin ich zu dicht dran, ich weiche zwei Schritte zurück, aber der Gaul folgt sofort. Ebenso die Stute, die mich nicht anstupst, sondern vorsichtig mit ihren Lippen erst die rechte, dann die linke Jackentasche abtastet. Ich habe leider keine Karotten dabei, aber die Beiden lassen dann doch von mir ab und ich kann mit ein paar Nahaufnahmen die Weide verlassen. In den nächsten drei Monaten werden wohl noch mal gute Pferdeaufnahmen gelingen. Heute habe ich nur mal geknipst. Ich bleibe dran, Barbara.
PS. Karotten hätten bei den Pferden wohl Erstaunen verursacht. Wie ich jetzt weiß, sind Salzheringe die Leckerlies für Islandpferde.

Mehr Infos zum Pferdekauf:
http://www.fotogalerie-klamost.de/island-informationen/pferdekauf-in-island/index.php

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Offroad Strecken in Island

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Offroad Impressionen Westalpen PistenkuhZum Einstimmen auf die faszinierende grün schwarze Insel gibt es einen Reisefilm Offroad Impressionen Island von uns.

Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

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