V.A.Emirate Dubai Marina
Iran - Oman

Reise-Info Vereinigte Arabische Emirate V.A.E

Stand: März 2016

Visum

Für deutsche Staatsbürger wird an der Grenze eine Aufenthaltsgenehmigung von 90 Tagen erteilt. (Neue Regelung, früher waren es 30 Tage.) Maximal darf man sich 90 Tage innerhalb von 180 Tagen in den Emiraten aufhalten. Bei der Ausreise auf dem Landweg (nach Oman) wird eine Ausreisesteuer von 33 AED (8 €) fällig, zahlbar nur mit Kreditkarte.

Einreise/Grenzformalitäten

Zur Verschiffung von Bandar Abbas nach Sharjah und Einreiseformalitäten VAE siehe unter Reise-Infos Iran 2015. Das Carnet des Passages wird gestempelt. Problemlos ist es möglich, das Auto in den VAE abzustellen und mit dem Flugzeug auszureisen, beispielsweise für einen Besuch in der Heimat. Eurowings (Tochtergesellschaft der Lufthansa) bietet zwischen Oktober und März sehr günstige Flüge an. Wir haben für einen Flug Dubai-Köln, Hin -u. Rück, Basic-Tarif 250 € gezahlt, mit drei Monaten Vorlaufzeit.
Versicherung fürs Fahrzeug: In Sharjah im Hafen gibt es kein Versicherungsbüro, es wird auch nicht nach einer Versicherung gefragt.

Verschiffung zurück in den Iran

Die iranische Botschaft in Dubai (WP01: N 25° 13.602′  O 55° 15.984′) stellt ein 30-Tage Visum aus, Gültigkeit 3 Monate. Das Visum kann am nächsten Tag abgeholt werden. Es ist dafür eine Referenz-Nr. erforderlich, wir haben diese über die Agentur Alirania in Hamburg ( http://www.alirania.de ) online beantragt, für 25 €, Bearbeitungszeit zwei Wochen. (Es wird proforma ein kurzer Reiseplan mit Angabe der Hotels verlangt.)

Sonntags und Dienstags geht die Fähre am Abend nach Bandar Abbas. Ticket-Büro in Sharjah:  AL Hili Marineservices (WP02: N 25° 19.752′ O 55° 22.052′), Öffnungszeiten: So-Mi: 9-16 Uhr, Do: 9-12 Uhr.
Am Abfahrtstag sollte man zwischen 10 u. 11 Uhr im Hafen sein. Fährkosten: Personenticket 250 + Steuer 50 + Ausreisegebühr 35 = 335 AED, Fahrzeug: 3095 AED, die sich aus der Fracht, Handling, Ladung und sonstiges zusammensetzt. Gebühr bei Hafeneinfahrt: 20 AED und 15 AED im Zollgebäude. Gesamt Fahrzeug + 2 Pers: 3.800 AED = 950 Euro.

Um 17:00 Uhr macht das Immigration-Büro auf, danach der Ausreiseabfertigung wird das Fahrzeug auf die Fähre geladen. Abfahrt etwa um 21 Uhr.

Für die Abwicklung in Bandar Abbas sollte ein ganzer Tag eingeplant werden. Die Formalitäten im Ankunftsgebäude dauern etwa bis 13 Uhr. Das Fahrzeug fährt man irgendwann zwischendurch von der Fähre an die Kaimauer. Die Ausländer werden zu einem kleinen „Interview“ in einen extra Raum gebeten. Dort muss ein Zettel ausgefüllt werden. Die Fragen beziehen sich hauptsächlich darauf, ob man Freunde im Iran hat und wie man diese kennengelernt hat. (Keine konkreten Angaben machen!)

Für die Abfertigung der Zollformalitäten haben wir einen Agenten genommen, da wir eine Reisegruppe mit 4 Fahrzeugen waren. Wir haben für ihn eine Gebühr von 45 Euro ausgehandelt. Herr Sirous hat alle Formalitäten für uns erledigt, incl. Fahrt in die Stadt für irgendwelche Abwicklungen des Carnets. Abends um 18 Uhr konnten die Fahrzeuge aus dem Zollbereich gefahren werden, es gab keine Fahrzeugkontrolle. Hafengebühren in Bandar Abbas: 1.200.000 + 500.000 Rial = 1,7 Mio Rial, etwa 50 Euro.
Hinweis: Im Hafen gibt es keine Bank, die Geld wechseln kann. Sinnvollerweise hebt man sich von der Hinfahrt die entsprechende Summe in Rial auf, um die Hafengebühren zahlen zu können. In Dubai geben die Wechselbüros keine Rial aus. In Bandar Abbas ist es schwierig, Euro in Rial zu wechseln, wenn überhaupt dann zu einem schlechten Kurs. US-Dollar oder AED werden problemlos zu einem guten Kurs getauscht.

Land und Leute/Verständigung

Die Bevölkerung in den Emiraten (nicht die Gastarbeiter) sind, selbst für uns Europäer, unvorstellbar reich, dank der Erdöleinnahmen. Abu Dhabi hat die größten Öl- und Gasvorkommen der Emirate, allein die Ölförderung beträgt etwa 10 % der Fördermenge der OPEC-Staaten.
Die Arbeit auf den Baustellen, in den Restaurants und Geschäften, bei den Wachdiensten, teils sogar auf den Behörden, eigentlich überall, wird von Indern und Pakistanis erledigt. Zudem sind viele Expats aus Europa ansässig, die hier ihr Geld als Ingenieure und Architekten verdienen. Über 80% der Bevölkerung sind Ausländer.
Dubais wenige Ölvorkommen sind mittlerweile erschöpft, das Emirat setzt auf den Tourismus. So wurden viele hochpreisige Luxus- Hotels gebaut, beispielsweise das Burj al Arab, welches aussieht wie ein riesiges Segel, das einzige 7-Sterne Hotel der Welt. Riesige Einkaufszentren, mit internationalen Nobelmarkengeschäften und gigantische Freizeitparks sollen Touristen aus aller Welt anlocken. Immer neue Stadtviertel entstehen mit immer höheren Wolkenkratzern. Dem Größenwahn von Mohammed bin Raschid al Maktoum, dem Herrscher von Dubai sind scheinbar keine Grenzen gesetzt.

Beim Schlendern durch die Dubai Mall sieht man schwarz verschleierte Frauen genauso wie junge Mädchen in Miniröcken. Besondere Kleidervorschriften gibt es nicht. Die Emirate sind eines der offensten, moslemischen Länder, die wir kennen. So ist Sonnen und Baden im Bikini oder Badehose am öffentlichen Strand ganz normal, wobei die Einheimischen und die Inder sich auch am Strand eher bedeckt kleiden.
Die Emirati sprechen meistens gut Englisch. Oft hat man mit Indern oder Pakistani zu tun, beim Einkaufen, in der Werkstatt, etc. An deren Englisch-Slang muss man sich etwas gewöhnen.

Straßen/Verkehr/Tanken

Die Straßenführung der Autobahnen durch den Stadtverkehr von Dubai ist für Europäer gewöhnungsbedürftig. Am Anfang ist es schwierig, sich an den vielen Autobahnkreuzen und Abzweigungen zurechtzufinden. Für welche Ausfahrt man sich entscheidet, um in eine bestimmte Richtung abzubiegen, gleicht einem Lotteriespiel. Oftmals sind ein U-Turn und einige Kilometer zurück erforderlich, um dann auf die Autobahn in die gewünschte Richtung zu gelangen. So kommen im Stadtverkehr schnell viele Kilometer zusammen. Die Beschilderung ist durchweg sehr gut, hilfreich ist es, wenn man sich vorher die groben Ziele einprägt, wie Sharjah, Abu Dhabi, Hatta, Flughafen DXB, und die Stadtteile von Dubai (Bur Dubai, Deira, Jumeira).
Für einige Autobahnen wird eine Gebühr über ein automatisches Registrierungs-System erhoben. Das betrifft die Hauptverbindungsrouten: E11 Sheikh Zayed Road, E311 Sheikh Mohammed Bin Zayed Road, E611 Emirates Road, blau ausgeschildert. Wir haben versucht diese Strecken möglichst zu meiden, sie ganz zu umgehen wird allerdings schwierig. Wie das System genau funktioniert, haben wir nicht herausgefunden. Gezahlt haben wir nichts, auch nicht bei der Ausreise. Andere Reisende haben es ähnlich gehandhabt und auch nichts gezahlt.
Ist man mit einem Leihwagen unterwegs, wird bei der Rückgabe des Autos ausgelesen, wie viele gebührenpflichtige Autobahnkilometer gefahren worden sind, und die Höhe der zu zahlenden Gebühr ermittelt.

Angesichts der vielen Nobelkarossen, die hier unterwegs sind, ist es beruhigend zu wissen, dass das Verkehrsverhalten sehr gesittet abläuft und sich genaustens an die Verkehrsregeln gehalten wird. So dass es unserem Gefühl nach wohl nur zu wenigen Unfällen kommt. Für Geschwindigkeitsüberschreitungen (viele Kontrollen) oder Fahren über die rote Ampel weisen große Schilder auf drakonische Geldstrafen hin.

Dieselpreis: 1 Liter = 2 AED (0,50 €)
Dieseltankstellen gibt es eher nur außerhalb der Innenstadt.

Manche Straßen führen über omanisches Gebiet, so die Autobahn nach Hatta. Aktuell wird Ausländern die Durchfahrt nicht gestattet, der Grenzübergang Hatta in den Oman ist nur für Einheimische möglich. Auch die Strecke durch das Wadi Bi führt teilweise über omanisches Gebiet und kann laut Berichten anderer Reisender nur von Einheimischen genutzt werden.

Geldumtausch, Währung

1 Euro = 3,93 AED (Stand Dez. 2015). Geldautomaten befinden sich überall in den Einkaufszentren. Nicht bei allen funktioniert die VISA-Karte. Bargeldlos zu zahlen ist durchaus üblich in den VAE. Fast in jedem kleinen Supermarkt, Restaurant etc. kann mit Kreditkarte gezahlt werden.

Versorgung mit Lebensmitteln/Wasser

Es gibt drei große Supermarktketten, Spinnex, Carrefour und Lulu, die Auswahl an Fleisch, frischem Gemüse und Obst, importiert aus aller Welt, ist riesig und in guter bis sehr guter Qualität. Spinnex und Carrefour sind teuer, im Spinnex soll es sogar eine Schweinefleischabteilung geben. Alkohol gibt es in keinem der Supermärkte, lediglich alkoholfreies Bier der Marken Holsten oder Bavaria. Der Lulu ist der preiswerteste, im Durchschnitt sind hier die Ausgaben für Lebensmittel etwa mit Deutschland zu vergleichen, je nach Ware sogar günstiger.

Dubai, Lulu Supermärkt und Emirates Mall:
Im Süden der Stadt, bei der Emirates Mall, etwa 5 km von Sufou-Beach entfernt: WP03: N 25° 7.041′ O 55° 12.459′

Alkohol kaufen:
Mit Alkohol kann man sich entweder im Hafen direkt bei der Ankunft eindecken, wobei in Sharjah ein absolutes Alkoholverbot gilt. (Gut verstecken, kaum Kontrolle. Beim Röntgen des Fahrzeuges wurde nicht explizit nach Alkoholvorräten geschaut.) Weitere Alkoholläden befinden sich in Umm Al Quwain, Baracuda Beach Resort (WP04: N25° 35.246‘ E055° 39.101‘), in Fujairah hinter dem Beach Motel und in Al Ain im Hilton Hotel.

Wasser auffüllen:
Große Mengen Wasser bunkern ist schwierig. Bei den Moscheen geht es meistens ganz gut. Dort gibt es gekühltes Trinkwasser, sodass man dort schon mal ein paar Wasserflaschen oder einen kleinen Kanister füllen kann. Fragt man nach, wird einem auch oft gewährt, den Schlauch an einen Hahn anzuschließen. Gute Stelle zum Wasserauffüllen und Duschen am Cycle-Park Al Qudra, WP05: N 24° 50.959′ O 55° 20.839‘, etwa 30 km vom Strand Al Sufouh entfernt, nahe der künstlich angelegten Seenlandschaft.

Telefon/Internet

Telefonieren mit Skype funktioniert, wenn WIFI genutzt werden kann. Gutes, schnelles Free-WIFI gibt es in der Dubai-Mall. Mit großen Fahrzeugen kann man aktuell gut in der Nähe parken, da dort Baustelle ist, WP07: N 25° 11.711′ O 55° 17.119‘.
Gutes WIFI ein paar km vom Stellplatz am Strand im Restaurant Fig Olives, im Innenhof des Schulungsgebäudes, WP08: N 25° 6.151′ O 55° 9.620′, Parken ist dort kein Problem.
Eine Simkarte von Etisalat ist teuer, allein die Anschaffung kostet schon 55 AED. Ein Internetpaket von 3 GB mit 30 Tagen Gültigkeit kostet 149 AED. So landet man in der Summe schnell bei über 50 Euro. Skype funktioniert mit der Simkarte nicht, ist von der Telefongesellschaft gesperrt.

Übernachtung/Camping

Stellplatz und allgemeiner Treffpunkt für Overlander ist ein öffentlicher Strand, Al Sufouh Beach, etwa einen halben Kilometer südlich des Burj al-Arab, im Stadtteil Al Sufouh II, WP09: N 25° 7.031′ O 55° 10.056′. Toiletten und Duschen gibt es dort leider nicht. Am Wochenende und an Feiertagen ist der Strand sehr belebt.

Hinter dem groß angelegten Fahrradparcours bei Al Qudra, etwa 30 km von der Stadtmitte Dubais entfernt, kann man sich die riesige künstlich geschaffene Seenlandschaft mitten in der Wüste anschauen, campen ist dort auch möglich. Am Wochenende ist die Seenlandschaft gut besucht bis spät in die Nacht. WP06: N 24° 50.677′ O 55° 21.757′

Aus Dubai einfach mal raus in die Wüste fahren um die Ruhe zu genießen, funktioniert eher schlecht. Entlang der Autobahn verläuft ein Kamelzaun, sodass man erst mal eine Lücke finden muss, um in die Wüste abzubiegen. Abgesehen davon fährt man erst mal mehr als 30 km, um überhaupt an den Stadtrand zu kommen.
Die wenigen bekannten Lücken nutzen natürlich auch die Einheimischen, beispielsweise auf der Hauptverbindungsstraße nach Hatta, ein paar km hinter Al Habab, WP 10:  N 25° 2.008′ O 55° 35.889′. Beliebt ist das sogenannte „Dune-Bashing“, mit den dicken Geländewagen möglichst schnell die Dünen rauf- und runterheizen. Demzufolge sind die Dünen zerfurcht, mit Fahrspuren übersäht und auch vermüllt. Dies ist auch am Fossile-Rock der Fall. In die Wüste fährt man raus, um sich mit Quads oder motorenstarken Geländewagen in den Dünen auszutoben. Am hiesigen Wochenende, Freitag u. Samstag, ist der Trubel am größten.

Klima/Optimale Reisezeit

Das Klima ist subtropisch heiß und trocken. Im Sommer liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen von 35-45 ° Celsius, dazu eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit vom Meer her. Niederschläge gibt es kaum, meistens im Januar und Februar ein paar Tage. Heftiger Wind und Sandstürme bestimmen vor allem im Mai und Juni das Wetter. Optimale Reisezeit ist in den Wintermonaten von November bis März, die Temperaturen sind angenehm warm, am Meer herrscht eine kühlende Brise.

Sicherheit

Die Vereinigten Emirate gelten als sicheres Reiseland. Es gibt nur sehr wenig Kriminalität, in den Städten wird alles mit Videokameras überwacht. An den öffentlichen Stränden fährt ein Polizeiwagen auf und ab.

Hauptsache unterwegs! Mit dem ersten Sonnenlicht aufwachen, nicht wissen, wem wir heute begegnen und wo wir abends ankommen.

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