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Geisterdorf La Escurquilla
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Geisterdorf La Escurquilla in Spanien

Seit 1963 ist der Ort La Escurquilla endgültig verlassen und verfällt als Geisterdorf zunehmend.

Wann der Ort gegründet wurde, konnte ich nicht erfahren. In seiner Blütezeit bestand er aus rund 20 Häusern und zählte etwa 80 Bewohner.

Die Häuser sind auf mehreren Ebenen am Hang des Hügels angeordnet. Einige sind klein, andere haben drei und vier Stockwerke. Einige der Häuser befinden sich noch in einem akzeptablen Zustand und werden als Lager für Gartengeräte genutzt. Doch auch diese verfallen zusehends. Von den Häusern, die der ehemaligen Straße am nächsten liegen, sind praktisch nur noch Trümmer übrig, ihre Dächer sind nahezu vollständig eingestürzt.

Die einstigen Wege im Ort sind mit Brombeersträuchern zugewuchert. Wer das Geisterdorf La Escurquilla besucht, sollte alte, reißfeste Kleidung tragen, um den Schaden durch die Dornen gering zu halten.

Die Anordnung der ehemaligen Straßen ist nur noch rudimentär zu erkennen.

Die Einwohner arbeiteten wie üblich zu jener Zeit in der Landwirtschaft als Selbstversorger. Hauptsächlich wurde Getreide wie Weizen, Gerste, Hafer und Gartenprodukte wie Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln etc. angebaut. Die umliegenden Hänge wurden von Hirten mit Schafherden beweidet.

Auch wenn heute nichts mehr daran erinnert, war der Ort an das Stromnetz angebunden. Der Strom wurde mit Wasserkraft im heute aufgestauten Las Ruedas de Enciso erzeugt.

Die Kirche von La Escurquilla

Die verfallene Kirche des Geisterdorfes Esqurquilla in Spanien

Die verfallene Kirche des Geisterdorfes Esqurquilla in Spanien

Die Kirche von La Escurquilla ist der Schutzpatronin von Santa Ana gewidmet und stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das barocke Gebäude mit einem dreiteiligen Kirchenschiff ist aus Mauerwerk und Steinquader gebaut.

Der Eingang befindet sich auf der Südseite. Durch eine Tür mit einem Halbkreisbogen lässt sich die Ruine betreten und besichtigen. Die Sakristei befindet sich gleich links, während sich rechts der hohe Chor erstreckt. Das Dach besteht aus einem Lünettengewölbe, das von Halbkreisbögen gehalten wird.

Das verfallene Mittelschiff der Kirche

Das verfallene Mittelschiff der Kirche

Im Inneren lassen sich noch einige Gemälde erkennen, die trotz des Verfalls des Gebäudes noch zu erkennen sind. Zum Glück haben hier noch keine Graffiti-Künstler ihre Botschaften hinterlassen.

Deckengemälde in der verfallenen Kirche von Escurqilla

Deckengemälde in der verfallenen Kirche von Escurqilla

Die Lage des Geisterdorf Escurquilla in Spanien

Rundflug um das Geisterdorf 

 

 

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Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

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