Col de Parpaillon
Westalpen - Gardasee

Abenteuer Alpen – Col de Parpaillon

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Nach dem Tunnel des Col de Parpaillon führt die Strecke mit guten Ausblicken an der Felswand entlang.

Tag 34: Heute steht ein kleiner alpiner Leckerbissen auf dem Fahrplan, der Col de Parpaillon mit seinem markanten Scheiteltunnel. Immer stehen Schlamm- und Wasserpfützen im hufeisenförmigen Tunnel, der mit riesigen Toren verschließbar ist.

Spannung am Col de Parpaillon

Hinter dem Scheiteltunnel wird die Strecke richtig spannend. Während die Nordseite relativ einfach zu befahren war, ist die Südseite gerade mal fahrzeugbreit in den Fels gehauen. Zudem sind abgerutschte Steinbrocken zu überfahren. Auf der Süd-Ostseite macht das Fahren deutlich mehr Spaß, es ist einfach abenteuerlicher, grober Schotter, enge Serpentinen, Steinschlaggefahr.

 Col de Parpaillon

Blick auf die Kehren der Abfahrt vom Col de Parpaillon

Nachdem wir eine kleine Holzbrücke passiert haben, ist das Abenteuer vorbei, bis hier hin sind auch schon die Teermaschinen gekommen und wir sind wieder unterhalb der Baumgrenze. Im Kiesbett finden wir einen versteckten Übernachtungsplatz und Feuerholz findet sich auch.
Aber eines steht fest, zum Col de Parpaillon kommen wir irgendwann zurück.

Col de Mallemort

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Auf dem Weg zum Col de Mallemort. Der Weg ist schmal und spannend

Tag 35: Hätte man das geahnt, auf der Auffahrt zum Fort Inferieur entdecken wir viele richtig schöne Nachtplätze am Fluss. Dagegen war unser Platz nur drittklassig. Egal. Die Nacht ist Geschichte.
Die beiden ehemaligen Forts auf dem Roche la Croix bieten tolle Ausblicke. Obwohl die Forts eigentlich leicht zu erreichen sind, haben hier die Schrotthändler, die sonst nach dem Krieg alle Eisenteile abmontierten und abtransportierten, doch noch einige Eisenteile stehengelassen.

Beispielsweise den Schutzzaun und einen aus Stahlplatten gebauten Fußgängertunnel, der die Soldaten vor feindlichem Beschuss schützen sollte. Das Erkunden der Forts macht Spaß, aber etwas Besonderes zu entdecken gibt es nicht.
Die Fahrt über die einspurige Piste war spannend, Ausweichstellen für Gegenverkehr gibt es nicht, aber das Alles war noch völlig harmlos gegenüber dem was uns auf der anderen Talseite am Col de Mallemort erwartet.
Zunächst meinten wir, die kleine Holztafel mit dem Hinweis „Mallemort“ markiert einen Wanderweg, aber es ist der Fahrweg. Viele Allradler fahren hier nicht mehr.

Auf dem Weg zum Gipfel

Der Weg ist zugewachsen und eigentlich für unsere Defender zu eng, vor allem die Kehren. Wir umgehen das Handicap, indem wir teilweise von einer Kehre zur nächsten rückwärts fahren. Spannung und Adrenalin garantiert. Aber Vorsicht, einige Wanderer sind sauer auf Autofahrer, ein Range Rover hat sich hier seine Ölwanne geschrottet und eine satte Ölspur in dem ökologisch sensiblen Gelände hinterlassen. Wir rasten am späten Mittag an den Ruinen der Mannschaftsunterkünfte unterhalb des Gipfelforts. Der vor uns liegende Rückweg macht uns nachdenklich. Lange strapaziöse Stücke, dazu kommt langsam Müdigkeit. Wir könnten hier oben übernachten, könnten den Sternenhimmel fotografieren, aber wir sind Weicheier, ziehen dann doch die Wärme im Tal der eisigen Nacht vor.

Es ist wie immer, die Rückfahrt ist weniger strapaziös als die Erstbefahrung. Im Tal finden wir kurz vorm Col de Larche sogar einen Campingplatz, dessen Besitzer uns für einen kleinen Obolus in die Kaffeekasse duschen lässt. Das wir nur wenige hundert Meter wild am Bachufer campen macht uns kein schlechtes Gewissen, sein Platz war voll ausgebucht und er war froh, das wir nur duschen und nicht über Nacht bleiben wollten.

Offroad Strecken in den Alpen

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Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

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