Umladen des Pirelli Pista
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Weihnachtsgeschenk – Reifen Pirelli Pista

Weihnachten unterwegs in fremden Ländern ist oft recht unspektakulär, insbesondere in Ländern, in denen Weihnachten nicht gefeiert wird, wie in der Westsahara.

Für uns ist es oft ein gewöhnlicher Tag, irgendwo in der Stille der Wüste.

Doch dieses Jahr ist es anders, Freunde aus Deutschland, die mit ihren Fahrzeugen auf dem Weg nach Mauretanien sind, besuchen uns an einem einsamen Guelta, einer kleinen Palmenoase mitten im Nichts. Und neben ein paar Köstlichkeiten im Vorratsschrank und der Kühltruhe transportieren sie ein riesiges Weihnachtsgeschenk für uns auf dem Dachgepäckträger ihres Expeditionsmobils.
Zur Bescherung wird ein Pirelli Pista PS22 von ihrem auf unseren Dachgepäckträger umgeladen.
Absender ist Ramin, der Chef von Corint-Reifen.de, welcher schnell und unkompliziert den 14.00-Reifen auf die Reise nach Marokko schickte und so unser Reifenproblem löste.
An dieser Stelle ein ganz dickes Dankeschön an Ramin.

Der Grund, warum wir uns über das Stück Gummi so freuen ist schnell erzählt:

Auf dem Satellitenbild von Google-Earth entdeckte ich eine mir bis dahin unbekannte Schlucht im Süden Marokkos. Natürlich wollten wir diese erkunden, wenn wir auf dem Weg nach Mauretanien nur wenige Kilometer an ihr vorbei fahren.

Beeindruckende, unbekannte Schlucht in Südmarokko

Beeindruckende, unbekannte Schlucht in Südmarokko

Jedoch wird die Schlucht wohl nur von Geländewagen in der Größe eines Land Rovers befahren und man muss wohl ehrlich zugeben, dass sie für breitere Fahrzeuge auch zu eng ist. Scharfkantige Felsbrocken versperren den Weg. Doch zum Wenden war es da schon zu spät. Es ist wie immer, man meint das Schwierigste läge schon hinter einem und jetzt kann nichts Wildes mehr kommen. Doch hier haben wir uns geirrt. Ständig ratschen die Pneus an den scharfen Kanten der Felsen entlang. Ein letztes Stück, dann ist der Ausgang und auch unser Übernachtungsplatz erreicht.

Das Reifenproblem ist deutlich sichtbar, der Riss.

Das Reifenproblem ist deutlich sichtbar, der Riss in der Flanke.

Bei der abendlichen Durchsicht des Fahrzeuges trifft mich fast der Schlag, im hinteren rechten Reifen klafft ein Flankenriss mit einer Länge von knapp sechs Zentimetern. Der Reifen ist aber noch dicht.
Und um den Schock perfekt zu machen, sehe ich auch im vorderen rechten Reifen einen Riss in der Flanke von fast 10 Zentimeter Länge.
Aus Erfahrung weiß ich, dass diese Schäden zwangsläufig zu einem Problem werden und die Reifen irgendwann Luft verlieren. Ich schätze 100-500 Kilometer für den Vorderen und etwas mehr für den Hinteren.
Meinen Ersatzreifen montiere ich sofort auf der Vorderachse, um noch einen Ersatzreifen für 100 Kilometer zu haben. Denn wir wollen ja noch in die einsame Gegend des Kraters Tenoumer in Mauretanien. Den hinteren Reifen werde ich mit einem Karkassenflicken reparieren und hoffen, dass der Flicken auch im Walkbereich des Reifens hält. Ich bin im Reifenreparieren ja etwas geübt.

So machen wir uns auf den Weg nach Mauretanien, organisieren aber kurz mit Ramin, Marc und Doro den Ersatz und Transport eines Reifens nach Marokko. Und Weihnachten war der Tag, der mir einige Sorgen nimmt.

Der Schlitten des Weihnachtsmann ist ein Steyr 12m18

Der Schlitten des Weihnachtsmann ist ein Steyr 12m18

Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

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