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Abu Simbel
Ägypten

Abu Simbel

Ramsis

Ramsis

Wir sind in Assuan. In der Zwischenzeit haben wir einige Tempel (Abu Simbel, Amada, Wadi es Sebua, Horus in Edfu) besichtigt, wobei Abu Simbel der Beeindruckendste war. Angeblich braucht man für die 300 Kilometer lange Wüstenstrecke eine Genehmigung und muss sich dem täglich fahrenden Konvoi anschliessen. Wir probieren es erst mal ohne und fahren einfach los. An den Polizei-Check-Points werden wir ohne Diskussionen durch gewunken. Am frühen Nachmittag erreichen wir die Tempelanlage und wundern uns, dass kein einziger Tourist hier ist. Wir können auf dem Parkplatz vor dem Tempel übernachten. Besichtigen wollen wir ihn am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang.
Den Nachmittag verbringen wir am Pool des benachbarten Hotels. Hier lernen wir einen Amerikaner kennen, der uns abends ins Hotel zum Essen einlädt. Wir verzichten auf die in Ägypten üblich höflichen drei Ablehnungen und nehmen die Einladung sofort an. Er ist froh, seit zehn Tagen ist er der einzige Gast in dem Hotel.
Um 5 Uhr früh öffnet der Tempel, wir stellen uns den Wecker und sind die einzigen Besucher in der Tempelanlage. Mir gelingen super tolle Fotos bei Sonnenaufgang und wir gehen bei völliger Stille durch die Tempel. Zwei Stunden später verlassen wir die Tempel. Souvenirhändler bauen ihre Stände auf und dann sehen wir auch schon den Konvoi aus Assuan kommen. Wir zählen über 40 Busse, mehr als 1000 Leute drängen in die Tempel. Besucher winken den Souvenirhändlern als wollten sie lästige Fliegen vertreiben. In drei Stunden wird der Konvoi Abu Simbel verlassen und der Tempel wieder in völliger Stille am Ufer des Nasser-Stausees liegen.

Um nicht noch mal 300 Kilometer durch langweilige Wüstenlandschaft zu fahren, nehmen wir eine kleine Piste, die später in eine Teerstrasse mündet und am See entlang führt.

Einsame Fahrt durch die Wüste am Nasser Stausee

Einsame Fahrt durch die Wüste am Nasser Stausee

Hier sind insgesamt sechs weitere Tempel zu sehen. Wir lassen uns Zeit und brauchen 3 Tage.

Tempel am Nasser Stausse

Tempel am Nasser Stausse

Kein einziger Tourist verirrt sich hier her, die angrenzende Wüstenlandschaft ist mit ihren Tafelbergen und Sanddünen deutlich abwechslungsreicher als die Hauptstrecke.

Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

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