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Erfahrungen mit Expeditionsmobilausbauern

Gegendarstellung Schatzmeister4x4

Die Gegendarstellung von Schatzmeister bezieht sich auf den Beitrag und das verlinkte Video:
Schatzmeister4x4 Kabine die Zirbenbox

Hallo Sabine,
Hallo Burkhard,

Danke, dass wir zu diesem sehr einseitigen Bericht Stellung beziehen dürfen.
Das Video ist zwar gut und aufwendig gemacht, stellt die Tatsachen allerdings falsch dar. Die Box wurde auf Kundenwunsch als „Bürocontainer“ und nicht als „Offroad-Expeditionsmobil“ oder als „Golf-Genuss-Mobil“ bestellt. Offroad-Tauglichkeit war zu keinem Zeitpunkt eine Anforderung an das Fahrzeug.
Hierzu gibt es diversen Schriftverkehr der dies belegen kann. Eventuell handelt es sich bei der Anforderung um einen finanztechnischen Hintergrund. Um dem Kundenwunsch bestmöglich nachzukommen wurde aufgrund dieser Anforderung eigens ein Rahmen konstruiert der das Wechseln des Containers sowie das entkoppeln aller Strom-, Wasser- und Heizungsleitungen ermöglicht.

Natürlich können sich bei individuellen Fahrzeugen Fehler einschleichen, wie z.B. auch der Bericht über den Iveco Daily auf eurer Seite zeigt.
Dem Kunden wurden im Zuge der Gewährleistung und Garantie jedoch immer Lösungen angeboten, manche sogar aus reiner Kulanz, für die wir bei unseren Kunden und in der Szene bekannt sind. Werden diese Maßnahmen und Lösungen allerdings kundenseitig nicht wahrgenommen, und uns das Fahrzeug nie zur Mängelbehebung zur Verfügung gestellt sind uns die Hände gebunden.

Um auf einige Punkte im Video kurz einzugehen:

  •  Gewicht: Bei der Übergabe und Typisierung in Deutschland war die Gewichtsverteilung auf die Achsen zulässig. Auf eine Gewichtszunahme durch weitere Anbauten wurde der Kunde mehrfach hingewiesen. Dies allerdings nur mündlich und leider nicht in schriftlicher Form.
    Hätte sich der Kunde an die Betriebsanleitung der FA. Oberaigner bezüglich des Reifendrucks gehalten wäre es zu keinem Zeitpunkt zu einer Überlastung gekommen. Werden Reifendrücke jedoch selbst frei gewählt kann es zu einer Umverteilung der Achslasten kommen und dies führt zu einer „vermeintlichen“ Überlastung. Nach Sichtung des Fahrzeugs konnte festgestellt werden, dass die Reifendruckregelanlage auf 5,2bar Druck eingestellt war.
  • Fenster: Bezüglich der Fenster wurde bei der Typisierung ein Nachweis der Zulässigkeit erbracht.
  • Korrosion: sowie Beschädigungen am Lack werden von der Gewährleistung sowie von der Garantie abgedeckt jedoch wurde das
    Fahrzeug nie zur Mängelbehebung zur Verfügung gestellt.
  • Ein Reserverad am Dach des MB Sprinter ist nicht erlaubt! Seitens MB gibt es hierzu keine Freigabe da die Dachlast überschritten wird.

Man könnte diese Stellungnahme um jeden einzelnen Punkt erweitern, jedoch gibt es diesbezüglich einen gerichtlichen Vergleich welche für beide Parteien eine Lösung darstellt und das Thema eigentlich erledigen sollte.
Das gesamte Schatzmeister-Team und unsere Lieferanten sind zu JEDERZEIT bemüht das Beste für unsere Kunden herauszuholen. Natürlich passieren bei einem Projekt mit über 1200 Arbeitsstunden auch einmal Fehler, gibt man uns allerdings die Chance werden wir IMMER versuchen eine kundenorientierte Lösung zu finden.
Für eine glaubwürdige Rezension rund um die Zirbenbox schauen sie doch bitte in das unabhängige „Explorer Magazin“.

Freundliche Grüße
Das Sch(w)atzmeister-Team 😉

PS: Gerne möchten wir Interessenten einladen, natürlich unter Einhaltung geltender und entsprechender Corona Maßnahmen, sich bei uns Vorort oder auf einer Messe selbst ein Bild von uns zu machen.
Bei uns sind Leute aus der Szene immer willkommen und werden wie Freunde behandelt, wie viele Kunden und Reisende bestätigen können.

https://www.zirbenbox.tirol/rezessionen/

Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

This article has 6 comments

  1. Steffi

    Der erste Satz sagt doch eigentlich alles… ein Bürocontainer wurde bestellt… ^^

  2. Andi

    Hallo, zu der Stellungnahme von Schatzmeister verstehe ich das mit den Fenstern nicht. Im Video wird von einem zu großen Spalt geredet, und wenn es nur um die Typisierung geht, sollte diese ja jederzeit auf den Fenstern abzulesen sein.
    Meiner Meinung nach dürften solche Lackmängel trotz Gewährleistung nicht sein, denn es ist ja eigentlich nichts Besonderes einen ordentlichen Lackaufbau herzustellen.
    Trotz Gewährleistung und bemühter Fima darf man nicht vergessen das man vielleicht nicht neben der Werkstatt wohnt die, die Mängel behebt, d.h. Fahrtkosten und Urlaub kommen dann noch hinzu.
    Die Fahrzeuge auf der Straße/Gelände sind ja eigentlich die Aushängeschilder aller Hersteller.
    Ansonsten finde ich die Stellungnahme in Ordnung.

    • Andi

      Im Video Teil 4 ist ein großer Spalt zwischen Fensterrahmen und Fensteraussparung der Box gut zu erkennen, so möchte ich es auch nicht haben!
      Bei einem anderen Fenster ist der Verzug so stark, das es nicht mehr zu öffnen geht.
      Wie ein Bürocontainer sieht es im inneren nicht aus, ganz normaler grundriss mit Hubbett, sonst würde man ja auch nicht ein Womo-Zulassung bekommen. Also ist es ein Womo, und kein Bürocontainer.
      Kauft man einen 6×6 nur um auf der Straße und Wegen zu fahren? Auch wenn es mit dem benötigtem zGG. zu tun hat, muss man als Fahrzeugbauer sich im Klaren sein, was mit dem Fahrzeug im Gelände möglich ist oder was passiert, wenn es weiterverkauft wird.
      Man muss aber auch sagen das manch angeprangerter Mangel Blödsinn ist z.B. der Brauseschlauch ist doch ein Gewebeschlauch, der bestimmt dafür geeignet ist (habe ich auch).
      Von den Mängeln mal abgesehen sieht die Zirbenbox schon fantastisch aus.

  3. Uwe

    Hallo,
    die Mängel wurde ja mittels Gutachten dokumentiert. Da wurde also nicht nur mal ein Fehler gemacht, sondern Müll verkauft. Was ich nicht verstehe: weshalb gibt es keine Möglichkeit solchen Leuten das Handwerk zu legen?
    Weshalb kann man denen nicht ein für alle Mal verbieten jemals wieder sowas zu veranstalten?
    Wir waren auf der Messe und wollten kaufen, wurden aber sehr unfreundlich und mit unfassbarer Arroganz von dem Personal weggeschickt – ein Glück wie sich jetzt herausstellt.

  4. Marcus

    Ich habe nur die Darstellung und die Gegendarstellung gelesen, deswegen weiß ich über Vor-und Nachgeschichte nichts.
    Ich denke mir aber, dass zu so einem Auftrag eine detaillierte Beschreibung und Aufgabenstellung gehört, und zwar schriftlich. Zwischendurch den Stand abgleichen und Detailfragen lösen gehört m.E. auch dazu. Bei der Planung und beim Bau kann man Schwierigkeiten besprechen und lösen, danach wird es schwierig. Das landet dann meist beim Anwalt. Also sehe ich die Versäumnisse im Grunde schon weit im Vorfeld.
    Dann ohne Rücksprache (so habe ich es herausgehört) mit dem Hersteller so ein Video ins Netz zu stellen, ist für mich ein No-Go. Auch hier gilt: MITeinander reden hilft, nicht ÜBEReinander.

  5. Klaus

    da staunt der Laie und wundert sich der Fachmann …

    Über das Thema ‘Erfahrungen mit Ausbauern’ könnte man sicher einen neuen Geschäftszweig aufgleisen und gut davon leben. Denn Ausbauer und die, die bei ihnen landen, gibt es inzwischen zu Hauf.
    Wären Burkhard & Sabine mit ihrem Ausbauer nicht zufrieden, dann würde man hier längst über seine Arbeit entsprechend lesen. In anderen Foren von langjährigen, erfahrenen Profis ist es nicht anders. Also wäre es doch schon mal ein Gedanke, diese Ausbauer in Erfahrung zu bringen und sich mit ihnen in Verbindung zu setzen, plant man ein Ex-Mo, die in der Regel so um 250.000 EUR preislich beginnen.

    Die heute gewünschten Ex-Mo sollen am besten eierlegende Wollmilchsäue zum Preis eines Dacia Kleinwagen sein. Ein LKW soll mit einem kleinen Haus samt kompletter Infrastruktur in Sachen Sanitär, Heizung, Kochen und Kühlen verheiratet werden. Solange man damit auf normalen Straßen bleibt, ist das in der Regel auch kein Problem. Hymer & Co. verdienen sich damit eine recht goldene Nase. Problematisch wird das, wenn man mit diesem Gefährt dann auch noch besser als ein Kamel über die Dünen durch die Wüste will oder wie eine Gemse hoch durchs Gebirge.

    Im Sandkasten habe ich als Junge umfassend und genügend spielen und mich austoben können und Höhe mochte ich noch nie wirklich. Auch den Garten meiner Eltern durfte ich jedes Jahr zweimal umgraben, so daß auch Graben heute nicht mehr zu meinen favorisierten Tätigkeiten gehört.

    Irgendwann bin ich dann auf einen m. E. kompetenten und gut gemachten Blog gestoßen, dessen Betreiber sich einen MB 1124 AF mit DoKa hat ausbauen lassen, um damit mit seiner 7köpfigen Familie auf Reisen zu gehen. Er hat dann sich dann angesichts seiner Reiseziele die Frage nach dem Sinn dieses großen Allrad-LKW gestellt und den damit verbundenen Unterhalts- bzw. Betriebskosten. Der LKW hat daraufhin seit einiger Zeit einen glücklichen neuen Besitzer gefunden. Er selbst ist dann mehr wie die Jungfrau zum Kinde zu einem MB 711-609 Fensterbus mit Hochdach, 4 m Laderaumtiefe, 1,85 m lichte Breite, Zwillingsbereifung und Heckantrieb gekommen, den er sukzessive selbst ausgebaut hat. Den fehlenden Allrad habe er bis heute nicht vermisst. Vielleicht eine HA-Sperre. Höherlegung, entsprechende Bereifung und KS-Sandbleche seien das probate Mittel seiner Wahl. Der Allrad würde ihn vielleicht noch über 1-2 Dünen weiterbringen, bevor er dann richtig stecken bleibe. Viele seiner Beiträge sind Berichte über verbaute Lösungen oder verwendete Produkte und deren Tauglichkeit bzw. persönliche Tests mit Bewertungen resp. Optimierungsgedanken.

    Sicher nichts für jemanden wie Burkhard & Sabine und deren Reiseziele bzw. den befahrenen Strecken dorthin. Doch stehe ich damit irgendwo in einem ruhigen Wohngebiet oder kleinem Industriegebiet auf einem Parkplatz neben einem Bach etc. fällt so ein Teil im Gegensatz zu einem Ex-Mo mit 14.00 Bereifung eher nicht bis gar nicht auf.

    Bei Kosten eines Ex-Mo-Individualbaus ab 250.000 EUR aufwärts, wäre es da nicht ratsam, so man noch keine vertieften Erfahrungen damit hat, einen erfahrenen Fahrensmann zu Rate zu ziehen, um das Lastenheft detailliert zu definieren sowie die Eckparameter, die das Fzg. erfüllen muß, wie der Nachweis dafür zu erbringen ist und vor Vertragsunterzeichnung selbigen von einem kundigen Rechtsanwalt eingehend prüfen zu lassen? Ferner sollte man sicherstellen, daß mit jeder Teilzahlung der entsprechende Bauabschnitt samt der Teile ausdrücklich ins Eigentum des Auftraggebers übergeht. Das hilft bei etwaigen Insolvenzen des Ausbauers …. sonst geht derartiges leicht in die Insolvenzmasse über … und muß dann rausgekauft werden.

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