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Fotografieren - Technik und Tipps

Großer Mond mit Fahrzeug – Wie das Bild entstand

Bilder vom Mond faszinieren immer. Meist versucht man den Vollmond gut auf den Speicherchip zu bekommen, aber Möglichkeiten ergeben sich öfter als nur alle 28 Tage. 
Besonders toll finde ich die Mondbilder, bei denen der Mond sehr groß und ein weiteres Motiv mit im Bild ist. Inspiriert durch ein Bild, das ich mal in der Zeitschrift GEO gesehen habe.

Wie man die Bilder macht, ist den Fotografen klar: Man braucht ein starkes Teleobjektiv, damit der Mond „groß“ wird. Dann muss man von dem Vordergrundmotiv (in dem Fall Auto) soweit entfernt sein, dass dieses mit dem starken Tele nicht bildfüllend wird. 

In der Theorie alles ganz leicht, doch die Praxis hat ihre Tücken. Die Luft ist selten so ungetrübt, erst recht nicht in der Wüste, sodass bei einer Brennweite von 500 oder 600 mm das Foto klar ist. Meist geht der Mond im Dunst auf und später, wenn der Mond die Dunstgrenze verlassen hat,  ist der Abstand zwischen Fahrzeug und Mond zu groß.

Man müsste das Fahrzeug anheben, aus dem Dunst heraus bringen. Und genau so eine perfekte Location entdeckten wir vor ein paar Tagen.

Campen in der Wüste

Ein Schuttkegel, der von einer Seite anfahrbar ist. Geradezu ideal, um oben auf dem Grat zu campen. Und damit es die perfekte Location wird, erhebt sich im Westen ein weiterer Schuttkegel im genau passenden Abstand, um von diesem mit 600 mm sowohl das Auto als auch den Mond auf ein Bild zu bekommen.

Unser Camp in der Wüste, der ideale Fotospot.

 

Das Bild ist nicht perfekt, es fehlen Wolken, um dem Bild mehr Dimension zu geben. Schöner wäre es, das Fahrzeug stände rechts vom Mond und vor dem Auto ständen Stühle und ein gedeckter Tisch. Oder der Steyr würde mit Licht und leichter Staubwolke fahren. 
Aber dann würde ich nicht für Pistenkuh schreiben und fotografieren sondern für GEO.

In ein paar Tagen ist Vollmond. Wir werden dann an diesen Platz zurück kehren und auf Glück für ein besseres Bild hoffen.

Kamera: Canon 6d
Teleobjektiv: Sigma 150-600mm F5,0-6,3 DG OS HSM Contemporary

Burkhard Koch reiste im Alter von 15 Jahren mit dem Fahrrad und Schlafsack frei durch Deutschland. Die Reiseleidenschaft wurde perfektioniert. Heute reist er ständig mit seiner Frau Sabine und einem Allrad-Lkw. Burkhard Koch schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine.

This article has 1 comment

  1. Axel Cordes

    Danke Burkhard!

    ein tool das helfen kann das man weiß wann man wo sein sollte:
    The Photographer’s Ephemeris
    https://photoephemeris.com/de

    Zeigt schön wann wie wo die sonne / mond auf / untergehen inklusive der höhe … so kann man sich schön ausrechnen: dann sollte ich genau dort sein… nur das wetter kann man nicht vorausplanen 😉

    Schöne grüße aus wien
    axel

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